Saisonabschluss
Am 17.9 begingen wir im Keller des Sägesser-Stöckli den letzten Tag der Saison. Nachmittags konnten erlesene Stücke aus Evelyne Nägelis Kleidersammlung gekauft werden und Abends gings dann rund zur 100 Jahre Dada-Feier. Wir collagierten, bastelten, gestalteten Masken, musizierten, lasen Gedichte und Manifeste. Neu hat Kultur im Stöckli eine Lampe im Aussenbereich als Erkennungszeichen, welche ebenfalls während des Dada-Spektakels gebaut wurde.
Das nächste Programm erscheint im Frühling 2017.
Saisonabschluss
Samstagnachmittag 17.9 12-16 Flohmarkt mit vielen Anziehsachen, Schmuck und Taschen.
Abends ab 20:00 exzessive Dada-Soiree. Performance, Piano, Collagen, Texte – LÄRM.

2016 – Gesamterneuerungswahlen Langenthal
Am 25.9.16 wählt man wieder in Langenthal. Für den Gemeinderat haben wir sechs SPler und einen Grünen als hervorragende Kandidat*innen aufgestellt.
Reto Müller soll zudem Langenthals nächster Stapi werden!
Für den Stadtrat stellen sich 40 SP Mitglieder, Parteilose und Gewerkschafter zur Verfügung. Darunter findet man auch mich wieder. Ich will es wirklich anpacken!
„Unsere Entscheidungen von heute sind die Lösungen von morgen!“
Warum mich wählen:
– Ich beteilige mich aktiv am Langenthaler Kulturleben. Die Angebotsvielfalt an Vereinen, Lokalen, Bars und Veranstaltungen schätze ich sehr. Ich möchte diese nicht nur beibehalten, sondern auch erweitern.
– Den Wuhrplatz sehe ich als lebhaftes Zentrum – als Herzstück – Langenthals. Mir ist es wichtig, dass alle friedlich den Platz nutzen können. Auf dem Wuhrplatz sollten zudem noch verstärkt Veranstaltungen stattfinden.
– Wir sollen offen und interessiert auf Neues, vielleicht Unbekanntes zugehen. Langenthal soll mehr für die Integration von Ausländerinnen und Ausländern tun. Zudem würde ich eine Unterkunft für Asylsuchende begrüssen.
– Als Mitglied der Kommission für öffentliche Sicherheit wünsche ich mir, dass Langenthal weiterhin ein sicherer Ort bleibt. Wir brauchen keine Überwachung. Vertrauen muss reichen.
– In unserer Stadt leben Familien, Rentner, Studierende, Arbeitslose, Büezer, Banker, Künstler, Geflüchtete, Ärzte und viele mehr. Gemeinsam prägen sie das Stadtbild. Langenthals Ruf soll ein kreativer, einladender und nicht zuletzt politisch ausgeglichener sein!

Janis Schnyder im Keller
Janis Schnyder zeigte am 26.8 seine Lehrabschlussarbeit der Keramikdesign Fachklasse der Schule für Gestaltung.




Während 10 Tagen gestalteten die beiden Künstlerinnen auf Basis einer Fotografie des Kellers Bilder und Texte. Beide starteten unabhängig voneinander mit einer Malerei und dichteten dazu einen Text, diesen Text überreichten sie der jeweils anderen, welche sich davon wiederum für ein nächstes Werk inspirieren liess usw.
Ein Fortsetzung für das Jahr 2017 ist bereits versprochen.
Fotos: Angela Staffelbach / Saima Sägesser
Musik und Schmuck im Keller


Nach 5 Ausgaben hat nun Kultur im Stöckli einen neuen Look verpasst bekommen. Danke https://www.behance.net/dominikmoret Ausgabe 6 startet am 29.7.
Prügel
Auf die Fresse, fertig, los!
http://midi.xyz/index.php?type=project&proid=2
https://www.facebook.com/events/657372331085838/
Am 23.9 hauen wir uns in der Sattelkammer Bern ab 21:00 gehörig auf die Fresse. Kommt, steuert uns und lasst mich gewinnen!
J 21
Das Hirn in der Garderobe gelassen
Man tanzt
Klatscht
Singt
Salmiakki immer zur Hand
Biere, Menge
Studierendenrabatt
Alte Omis in ihren 20ern stecken geblieben
Man bleibt jung, gibt sich jung
Jugend
Glitzer
Joensuu
Sininen
Siniset lasit
Siniset silmät
Sininen takki
Virtaava kuin vesi
Lämmin vesi
Ja hymy
Se hymy, joka jää mieleen
Kaljat ja röökit
Se runoilija
Se runoilija, joka ei lausu enää
Illat ja haleja
Zen Cafe ja pellet
Haaveita ja toiveita
Elämä ja unelmat
Kahvi ja näkemiin
Näkemiin
Sininen
J22
Aischylos zum Abschied
Das Gedicht auf dem Tisch
Zwischen den Dosen und den 40er Stühlen
Wenn Wohnungen mehr erzählen
Kierkegaard und Nietzsche
Hesse und Lessing
Du stehst am Fenster
Blauer Rauch
Und wippst mit, lächelst
Kaffee liegt in der Luft
Rostrote Farben
Blauer Dichter
Lieblingstitel
Cohen und Sade
Küsse und Ade
Wegweiser
Auf ein Neues
Durch die Nacht schlendern
Gedanken tragen
Aischylos bleibt bei dir.
J23
Kesäyö ja itikat syö
Huokaus
Hemmotelu
Houkuttelu
Pellet tanssi
Ja virta vie
Toiset jää
Jotkut lähtevät
Valomerkit, mutta Mikko jaksaa
Toinen toiseen Mikkon se ei tuu
On niit muitakin
Elämä vaan
Kiitos
J24
Karjalainen mielessä
Automatkat lyhenee
Ja ohjelmat suuniteltu
Grilli lämmin
Myrkyt ihossa
Kaljat mahassa
Yöt valoisaa
Me syömme
He syövät meitä
Kotimaista kaikki
Ja jopa onnenapila pihassa
Porukat nähty
Menoa
Kahvi ja Kalja jokaisessa tapauksessa
Pojat uivat
Aurinko laskee
Tuli palaa
Kuka mua ajatelee?
Viestit perille harvoin menee
Paineta sydämessä
Ainakin
Kotona ollan
J25
Stille
–
Nichts
Kein Mucks
Keine Brise
Als ob die Welt stehen geblieben wäre
Vögel in der Luft
Fliegen um die Ohren
Bären im Gebüsch
Unbewegtes Wasser
Echo
Knackendes Holz
Bellende Hunde
Libellen tanzen
Fische schnappen
Natur
Allein
Ruhe
J18
Heiss
Auf dem Markt ist noch was los
Ferienstimmung
Einen heben
Man geht zu Fuss
Massen strömen
Belebter Park
Sonnenuntergang und Wünsche
„Dass ihr ja nicht ertrinkt!“
Die Boote treiben schon
Auch an diesem Abend sammeln sie Pfanddosen
Heiss
Schreiten
Wie Elfen, alle sind so schön
Sich zuprosten
Anstossen
Anstehen
Durch den Wald
In die Stadt
Pink, kitschig
Es wird Morgen
Ein Ort ist noch geöffnet
Dort sind alle
Ohne Kante geht’s nicht
Citygrill
Heiss
J19
Freude auf Erden
Festliche Stimmung
Alle beisammen
Wie Weihnachten im Sommer
– nur ohne Geschenke und doppelt so viel Alkohol
Man ist vorbereitet
Kapuzen vermummen
Lange Hosen verdecken
Fuchteln der Hände,
als ob man in den Krieg zöge
Crocs
Hier grüssen, dort vorstellen
Jenkka, Polka
Und majestätischer Tango
Das Orchester ist aufgetragen
Losgewinne werden noch vom Schiff obenabe gerufen
Branntwein aus Jackeninnentaschen serviert bekommen
Unter Birken stehen und schlucken
Knistern des Feuers
Prasseln des Regens
Surren der Mücken
Kratzen der Nägel
Rufen der Eulen
Öffnen der Dosen
Plötzlich ist der Himmel rot
Alles eingefärbt
Nur der Fluss bleibt schwarz
Fledermäuse die kreisen
Nach-Mitternachtssauna
Zeit vergeht, das war der Sommer
Friede auf Erden
J20
Der Tod ist allgegenwärtig
Zucken – starre, glasige Augen
Auch die Fische
Fette Mücken
An die Wände geklatscht
Fette Bäuche
Aus dem Bett geholt
Kein Schlaf
Das Surren in den Ohren
Das Gift in der Lunge
Stärkegrad: Kunstsoffzerfressend
Erinnerungen
Vorfreude
Danke
J15
Schlaflose Nächte,
wenn die Sonne erbarmungslos in die Fresse strahlt
schwitzen, sich wälzen
Aufstehen
Fühlen wie die Stadt erwacht
Einige habens noch nicht begriffen, 22° C – Handschuhe und Mütze
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier
Um den Tag ausklingen zu lassen,
spielt man Frisbee
Oder fischt
meditativ
Der Mann freut sich immer sehr, wenn ich ihm meine Pfand-Dose überlasse
Das Erbe
Man spricht über Soldiers of Odin, WTF
Über Perussuomalaiset, WTF
Zieht Vergleiche
Und ist glücklich darüber, auf einer Wellenlänge zu sein
Als ob die Möwen mitlachen würden
Montags gings schon rund
Man klammert sich ans Wochenende
Hauptsache schwarze Eiscreme im Gesicht und niemand sagt etwas
Der Abendsonne mit müder Visage zurückstrahlen – nimm das.
J16
S’fischelet
Alles stinkt nach Fisch
Tag versaut
Tick-artig werden die Finger an die Nase geführt
Es wird notiert: sie stinken noch immer
Bisschen Regen stört uns nicht
Trinken kann man immer
Man telefoniert
Schön, zu acht
Die Ferien werden vor dem letzten Arbeitstag schon eingeläutet
Vor den Sommerferien werden die Beine gezuckert
Hier gibt’s kein Aperöle – man trinkt
Und dann vielleicht essen
Die Terrasse macht um 20:00 zu
Aber für uns
Die Zöpfe wehen im Wind
Morgen
Kiddies tragen übergrosse Sonnenbrillen
Kole – Cool
Pizzaduft strömt herüber
Man sagt, dort, dort ist sie fad
Opis mit Hipsterrucksäcken
Und ach alles ist ja so toll hier – ja.
Man bereitet sich vor
Das grosse Fest
Einkäufe, Alko
Wer führt noch die traditionellen Bräuche durch?
Trinken.
J17
Komm zurück, jetzt.
Ein letztes Mal lieben
Kosen, berühren
Entkleiden
Du rochst so gut
Du küsstest so gut
Du hieltst so gut
Zu dir oder zu mir?
Spüren, Fühlen
Kaum sprechen
Sich in den Schlaf drücken
Streichen, träumen
Ankleiden
Uns bleibt nicht mehr viel.
Komm zurück.
J9
Camouflage ist hier noch geil
„Sind si dänn en richtigi?“
Ja, was bin ich denn nun?
Schweizerin in Finnland. Finnin, Rückkehrerin?
Sein.
J10
Schönheit, pur
Blütenstaub tanzt im Sonnenlicht
Sanfte Regentropfen
Was für eine Sicht
Glitzer liegt in der Luft
Tief blau schwappt ans Ufer
Leichte Musik im Hintergrund
Das ist Sommer, Regen und Sonne
Blumenduft und Ruderschläge
Schiefe Birken
Grashalme, die an den Waden kitzeln
Über die Wangen streicht der Wind
Hei
Natur und Stadt im Gleichgewicht
Suomi
Und dann noch doppelter Regenbogen
Tropfen auf den Augenliedern
Welch ein Glück
Grübchen und Kaffee
Was für ein Leben
Leichtigkeit
Sinnlichkeit
Sitzen bleiben.
J11
Wer versucht zu lesen,
hat das Lallen der anderen im Ohr
Zigaretten wirft man aus dem fahrenden LKW
Manchmal auch eine leere Glasflasche,
die am Boden zerschellt
Werbung wird Abends noch von Menschen mit Migrationshintergrund ausgetragen
Man geht walken, alle! Schlechtes Gewissen ob all dem sportlichen Treiben.
Schwarze Leggings, pinke Laufschuhe.
Drinnen sitzen zwei Mädchen,
wie aus dem letzten Jahrhundert
vor ihnen schlechter Wein, blaue Kulleraugen, grau
lüsterner Blick
draussen strahlt die Luft
es gibt die coolen Alten, in kurzen Blümchenkleidern und schicker Frisur
und die alten Alten, die zu Hause backen und die Füsse aus den Pantoffeln quellen haben
die Russen haben Rostkarren
die Finnen haben Getuntes
dort 2€, hier 4€
in jedem Fall Rinde vor dem Gesicht
und die nebenan schreibt auch Gedichte
der, der vor ihr sitzt, ist begeistert, ist ihr leben doch besser, als seins
vittu, vittu, vittu
einer sagt „das Leben ist vorbei“
alle stimmen ein, im Chor und nicken
in Gummistiefeln in die Bar
das Skateboard zwischen die Knie geklemmt
er spricht über Evolution und schaut auf die Uhr
Nicken, Lächeln
„die 20 Frauen die auf dem Eis drehen und Bilder machen…“
ist es nicht viel schöner bei Bodenheizung zu scheissen, als bei zugefrorener WC-Tür?
Irgendwelche Freunde… die haben… Jaja.
Mundharmonika, immer wieder das gleiche musische Thema, Blues oder Jazz.
Aha.
J12
Einmal aufblicken, Sonne, Wärme
En andermal aufblicken – wie eine schwarze Wand rollen die Wolken über uns heran
Leute stehen auf, verschwinden, grosse Angst vor der Nässe
Die Vögle spielen verrückt
Fahnen flattern im Wind
Kriegsstimmung
Endzeitstimmung
Bewegung und dann Stillstand
Pfannkuchen und Kaffeeduft
Grelle T-shirts, lahme Massen
Fahrrad fahren ist gefährlich
Einfache Karte
Gittersystem
Änetm Fluss
Bahnhof und Kultur
Freiwilligen Arbeit
Männer in Röcken und Bart
Hier bleibe ich.
Wohlfühlen,
Wohnzimmer
Willkommen sein.
Weiter so.
J13
Bar rein, Jacke aus, 2€.
Heisse Türsteher, so echt.
Sie wirft das Glas um, schriet „ich wars.“
Und die Deutschen: „dat is ja ga cheine spilunke hea“,
„ne dat is ebn finnisch hea“
fragt nach Stuhl.
Ich so: „Nimm ihn nur“
Er so: „riiiliiii – bat äj cän sit hea wis juu?“
Ich so: …
Man hilft sich in die Jacken
Karohemde und Nietengürtel
Sie sitzt am Spielautomaten, allein
Der Gewinn wird gleich wieder verprasst
Er trägt Lilabeige karierte, mit türkisen Spitzen, Socken
– in Sandalen
alte Herren versuchen sich in Dancemoves
für die EM hat hier kaum jemand einen Blick übrig
hinter der Bar stehen ja auch starke Rockerbräute
man schwankt, kippt, fasst sich, trinkt weiter
halb 10, zu, bis oben.
Sonntags gibt’s dann alles ums dreifache billiger
Man hat ja sonst nichts zu tun
Auf versteckte Gesangtalente hofft man lange
Stoisch starren sie auf die schnell voranschreitenden Songzeilen,
immer ein bisschen im Rückstand
wer hier singt, hat nichts mehr zu verlieren,
wer hier tanzt, hat 0 Hemmungen
Hauptsacke der Kopf nickt zu Tangoballaden in Rockmanier mit.
Ü40, keine Frage!
J14
Sie war ein Baum
Er war ein Fluss
Ich war ein Vogel
Wenn alte Herren fragen, warum man ist.
Die Guten sind verlobt.
Umfallen
Blutende Knie
Ich war ein Vogel
Gegen die Scheibe geflogen.
J7
Leitungswasser, runde Pos und Jungs in Fracks
Hier hört man gerne Rockmusik
Motherfucker Rap misst sich
Teures Bier und Hochzeitfeierlichkeiten
Ach, man sieht die Leute eh nie wieder. Oder doch?
Sehen alle gleich aus. Oder doch nicht?
Stereotypen
Anniskelualue pääty
Hier werden betrunkene DJ’s torkelnd aus dem Club gezerrt
Türsteher sind nett
Spucke im Gesicht und Jungs die buhlen
Die gleichen Menschen seit 23 Uhr
Geschminkte Gesichter, schwarz auf weiss, verschmiert
Netzwerk, Freunde erkennt man an den Flecken auf den Wangen
Salmari und verwirrte Blicke.
Ein lächeln, nicht mehr.
Prost
J8
4 Uhr, als wärs Nachmittag
sich stützen, umherblicken
abwarten
die schlechte Musik tönt noch in den Ohren
Emoboys in aufstrebenden Eletropop Bands
Walk of shame
Betrieb auf dem Markplatz
Wieder die gleichen Gesichter
Man trinkt noch Bier
müde
Cowboystiefel und Rastas
Man sieht sich.
J4
In den Socken im Laden
Über den Boden rutschen
Sich heimisch fühlen
– in der Bibliothek darf man essen,
Kaffee trinken.
Kinder schreien, niemand beklagt sich.
Locker. Leicht. Einfach.
J5
Wir fahren durch die grüne Moorlandschaft
Die Sonne im Rücken, Wolken voran
Nightwish klingt ab der CD
Und das Salmiakkieis zwischen den Fingern.
Hier fährt man keine Mofas,
Aber 50 km/h Autos.
Endlose Strassen, Kurven und Hügel
Grosse Regentropfen
Wie Kristalle, fallen von Birkenästen.
– man starrt aus dem Fenster
wer war das? Wer fährt da?
Eine kleine Aufregung
Und dann wieder allein.
Das Bier ist kalt , die Sauna heiss
Die Zeit vergessen, kein Dämmern
Kein Netz, Moskitonetzte nur
Schwarzes, tiefes Wasser.
Und der Gedanke an dich.
J6
„And here we have the Asphaltroad
And here the forest
Oh, and you see, over there, one cyclist.“
Wir zählen die entgegenkommenden Autos
1, 2.
Suburban nennt man hier die Einfamilienhäuser
Proviant im Gepäck
Was, du hast keinen TV zu Hause?
Wir kommen wieder, danke.