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Kulturprojekte Projektmitarbeit Text

Langenthaler Kurzgeschichten

Im November 2020 wurde das Buch Langenthaler Kurzgeschichten im Herausgeber Kulturbuchverlag veröffentlicht. Ich durfte Teil diese Projekts sein und eine Kurzgeschichte beitragen.

Und durch die offenen Fenster zieht der grüne Rauch rein in die Stadt“ oder ein Meer für Langenthal handelt von drei Generationen einer Langenthaler Familie und dem einen Haus, das sie alle verbindet.

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2020 Politische Arbeit Wahlen

Meine Politik

Langenthal verdient es Politiker*innen zu haben, die tatsächlich anpacken und etwas bewegen wollen. So eine bin ich.
Als Bisherige setze ich mich im Stadtrat dafür ein, dass Langenthal frauen*freundlicher wird. Mein Fokus liegt auf der Geschlechtergerechtigkeit, auf Chancengleichheit auf jeder Ebene und auf Umweltthemen. Auf der Strasse packe ich selber an, um unsere Umwelt von Littering zu befreien. Bei Kultur im Stöckli veranstalte ich kulturelle Alternativen, um Langenthals Vielfalt hervorzuheben. Ich sorge mich um lokale Dienstleistende und deren Anliegen. Mit meinen Kolleg*innen votiere ich im Rat für einen nachhaltigen und starken Bildungsstandort.
Fortschritte im einen Gebiet, bedingen auch solche im anderen, denn nur mit der Berücksichtigung von Verknüpfungen sind positive Veränderungen zu erreichen.

Mir liegt Langenthal am Herzen. Ich bin hier aufgewachsen und werde wohl auch noch ein Weilchen bleiben. Daher erscheint es mir nur logisch, diese Stadt mit meiner Zeit und Energie auch weiterhin mitzugestalten und somit für den Gemeinderat zu kandidieren. Als neue Gemeinderätin werde ich ebenso aktiv, nahbar und anpackend sein.

Unsere Entscheidungen von heute sind die Lösungen von morgen.
Entscheide du dich jetzt für Liste 1, für ein Langenthal von morgen.

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2020 Medien über meine Politik Wahlen

Die SP will zulegen, dürfte aber in der Opposition bleiben

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Politische Arbeit

Mitglied der Kulturkommission

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2020 Politische Arbeit

SP Langenthal Velotour

Mit der SP Langenthal und der JUSO Oberaargau durch Langenthal.

Langenthal hat viel zu bieten und noch mehr als du vielleicht ahnst. Denn jede Person nimmt diese Stadt anders wahr. Besucht andere Orte, erlebt andere Dinge und macht andere Erinnerungen. Mit der SP Langenthal Velokarte laden wir dich ein, Einblick in unsere Orte zu erhalten. Wo trifft man die Satdtrats- und Gemeinderatskandis an? Was bewegt sie? Welches Langenthal leben sie?

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Medien über KIS

Die Bernburger vergeben ihren Förderpreis an „Kultur im Stöckli“

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Medien über KIS

Eng, intim, erfolgreich

Mit ihrem Projekt «Kultur im Stöckli» gewinnt Saima Sägesser den Förderpreis der Burgergemeinde Bern. Für sie ist es Grund genug, Bedenken beiseitezuschieben und weiterzumachen.

Julian Perrenoud

Hereinspaziert. Saima Sägesser will noch mehr Nachwuchskünstler dazu einladen, bei ihr im Keller auszustellen.
Beat Mathys

Keine Bühne, keine Bar, weder fliessend Wasser noch eine Heizung. Diesem Raum fehlt es an allem. Weisser Kalkputz löst sich von der gewölbten Decke und hinterlässt graue Punkte, dort, wo zuvor Bilder und Installationen hingen.

Der Keller des Stöckli mit seiner schweren, alten und mit Plakaten zugeklebten Holztür wirkt wie eine Abstellkammer für die beiden Velos, die dort stehen. Fünf, vielleicht acht Quadratmeter gross, so genau weiss das Saima Sägesser auch nicht. Doch hier drinnen etabliert sich seit mehr als drei Jahren langsam, aber stetig eine kleine, feine Kulturszene.

Lokale Künstlerinnen und Künstler sollen im «Kultur im Stöckli» inszenieren, experimentieren und ihre Werke der Öffentlichkeit zeigen können, sie sollen begeistern, aber auch scheitern dürfen.

Das Engagement von Saima Sägesser blieb dabei nicht verborgen: Letztes Jahr erhielt sie von der Stadt Langenthal einen mit 1000 Franken dotierten Anerkennungsbeitrag, die Burger zogen in diesem Jahr mit 500 Franken nach, und erst Ende November erhielt die 25-Jährige für ihr Projekt den Jugendförderpreis der Burgergemeinde Bern, der jährlich vergeben wird und neu Prix Effort heisst.

6000 Franken fliessen so in das Gesamtbudget des neu gegründeten Vereins, der bisher eigentlich noch gar nicht über ein echtes Budget verfügt hat.

Der Filz der Hauptstadt

Saima Sägesser arbeitet ehrenamtlich, die Eintritte zu den Ausstellungen sind gratis. Gagen kann sie (noch) keine bezahlen, der Keller ist eine Naturalspende ihres Vaters, dem das Stöckli gehört. Dieser sitzt gleichzeitig auch im dreiköpfigen Vorstand, zusammen mit Saima Sägesser, die im selben Haus wohnt, und deren Partner.

Bereits im Gymnasium fiel sie als Schauspielerin und Aktmalerin auf, mittlerweile steckt sie im zweitletzten Mastersemester in Bern, Theaterwissenschaft und Geschlechterforschung. «Durch dieses Studium habe ich eine feministische Grundhaltung entwickelt», sagt sie.

Aus der einst geplanten Karriere als Schauspielerin wurde vorerst nichts. Die Langenthalerin arbeitet heute aber Teilzeit beim Verein Stattland und spielt bei thematischen Rundgängen durch die Hauptstadt mit, zudem macht sie ein Praktikum bei Radio Rabe.

Obwohl sie den Prix Effort vor der versammelten Burgergemeinde im Bierhübeli überreicht bekam, glaubt sie, dass sie mit demselben Projekt in Bern nie erfolgreich sein würde. «Die Stadt hat eine enorme Überproduktion an Kultur.»

Die Arbeitsweise sei dabei eher kollektiv. «Es ist ein grosser Filz und schwierig, dort in die Szene hineinzukommen.» Langenthal bietet da weit mehr Potenzial für das, was Saima Sägesser sucht. Aber einfach ist es auch hier nicht.

Einerseits muss sie jeweils Passanten von der Strasse in ihren Keller locken, andererseits auch immer wieder neue Künstlerinnen und Künstler davon überzeugen, bei ihr auszustellen.

Ihr kam ebenfalls schon zu Ohren, das Stöckli sei eine Konkurrenz zu bestehenden Angeboten. «Ich finde diese Haltung schade, denn Kunst und Kultur sollten sich nicht konkurrenzieren, sondern gegenseitig unterstützen.»

Rechtzeitige Anerkennung

Der Rahmen, den Saima Sägesser bietet, unterscheidet sich grundlegend von anderen Angeboten wie dem Stadttheater, dem Chrämerhuus, dem Kunsthaus oder der Galerie L. Nur 18 Sitzplätze passen in den Raum, oder 30 Stehplätze bei einem Konzert. Dann wird es sehr eng und intim. «Aber genau das ist der Charme hier», sagt sie. Der Keller fülle sich schnell, was wiederum wichtig sei für das Selbstvertrauen der Ausstellenden, findet die Preisträgerin.

Nach ihrer dritten Saison war sie jedoch an einem Tiefpunkt angelangt und hatte Bedenken, ihr Projekt überhaupt weiterzuführen. Es fiel ihr schwer, Leute zu finden, die sich engagieren wollen. Das Netzwerk stagnierte, und sie fand, das Potenzial im Stöckli sei ausgeschöpft. Da kam der Förderpreis in Bern gerade recht. «Die Auszeichnung hat mich extrem gefreut und ist eine mega Anerkennung.»

Grund genug, weiterzumachen. Wie lange Saima Sägesser ihren Kulturkeller noch führen wird, hängt vor allem davon ab, wie lange sie noch im Stöckli in Langenthal wohnen bleibt. Auch spielen ihre anderen Engagements eine Rolle: 2015 wurde sie zur Vizepräsidentin der SP Langenthal gewählt, mittlerweile führt sie das Co-Präsidium zusammen mit Roland Loser.

Und ab Anfang nächstes Jahr rückt sie für die abtretende Beatrice Greber im Stadtrat nach. «Das ist vielleicht nicht gerade der ideale Moment, aber bei mir läuft sowieso immer viel.»

War schon immer so und wird wohl immer so sein. Einzig die Freizeit bleibt da auf der Strecke. Saima Sägesser lacht und sagt: «Ich arbeite eigentlich nur. Hobbys habe ich keine.»

Publiziert: 11.12.2018, 11:32

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Politische Arbeit

Ein Virus bestimmt den Alltag

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Politische Arbeit

Clean Up Day

Jedes Jahr macht die SP Langenthal am nationalen Clean Up Day mit und räumt in Langenthal auf.

Wir engagieren uns nicht nur im Stadtrat gegen Littering, sondern packen auch immer gerne selber an.

Es ist mir ein Rätsel, wie beispielsweise Suacenverpackungen in der Langete, unserem Fluss, landen können.

Wir müssen sorge tragen zu unserer Umwelt. Bereits mit kleinen Massnahmen kannst auch DU zu weniger Mikroplastik und Ressourcenverschwendung beitragen. Entsorge oder recycle bitte so, wie es sich gehört.

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Medien über meine Politik Politische Arbeit

„Wo die Politik schon früh zum Thema wird“

Am 17. September 2020 durfte ich am Gymnasium Langenthal an einem Podium gegen die gefährliche Kündigungsinitiative argumentieren. Die BZ schrieb über das Event.

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Medien über meine Politik Politische Arbeit

«Der Austausch unter Frauen ist sehr wichtig»

Saima Sägesser (links) hat den Frauenstamm nach dem Frauenstreik 2019 ins Leben gerufen. Seither treffen sich die Frauen jeden dritten Samstag im Chrämerhuus in Langenthal. · Bild: zvg

23.07.2020 Langenthal

«Der Austausch unter Frauen ist sehr wichtig»

Der Frauenstreik vor einem Jahr hat viel bewegt. In der Stadt Langenthal ist daraufhin ein überparteilicher Frauenstamm entstanden, der sich regelmässig jeden dritten Samstag trifft und in dem ausgiebig diskutiert wird.

Es ist wieder einmal der «dritte» Samstag im Chrämerhuus in Langenthal. An einem der Tische wird ausgiebig diskutiert. Wie jeden dritten Samstag sitzen Frauen verschiedenen Alters und mit unterschiedlichsten Berufen zusammen. Hört man ihnen zu, merkt man sofort: Das ist kein übliches Kafchränzli. Die Atmosphäre ist zwar locker, aber es wird intensiv diskutiert. Denn die Anwesenden wollen in ihrem Umfeld etwas bewegen. Kurz nach dem Frauenstreik am 14. Juni 2019 ist der Frauenstamm ins Leben gerufen worden und erfreut sich seither gros­ser Beliebtheit.

Saima Sägesser als Initiantin
Initiiert hat ihn Saima Sägesser. «Ausschlaggebend war ein etwas ungutes Gefühl, das ich im Zusammenhang mit meiner Arbeit im Stadtrat hatte», sagt sie. Die 26-jährige Theaterwissenschaftlerin fühlte sich zu Beginn ihres Einzuges ins Parlament nur wenig unterstützt und suchte daher ausserhalb der Ratskolleginnen nach Verbündeten. «Ich traf mich also mit mir eng stehenden SP-Frauen zum Austausch und holte mir Tipps und Tricks.» Aus diesen Treffen entstand die Idee des Frauenstamms.
«Weil Frauen in der Langenthaler Politik zu wenig vertreten sind, ist es wichtig, dass gewisse Themen unter Frauen diskutiert werden können», ist Renate Niklaus (58), Filialleiterin einer privaten Spitex und GLP-Stadträtin überzeugt. Sie fühlt sich am Frauenstamm ernst- und wahrgenommen.
Dass Frauen spezifische Anliegen haben, kennt Margit Eichenauer ebenfalls. Am Frauenstamm konnte sich die 55-jährige Heilpädagogin unter anderem über die Schulsozialarbeit austauschen und erfahren, wie diese in einem Dorf funktioniert. Sie hebt vor allem die unkomplizierte Atmosphäre und die Altersdurchmischung als positiv hervor.

Frauen aus verschiedenen Berufen
Sabrina Lanz (34) arbeitet als Verkaufsfachfrau Innendienst. Sie nennt neben den Gesprächen die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen, als einen der Vorteile eines solchen Treffens und hebt einen weiteren Aspekt hervor: «Das Treffen hilft zu erkennen, dass Frau mit den Problemen nicht alleine dasteht.» Und Verena Heubi (53) empfindet den Aspekt als äusserst wertvoll, dass der Stamm Frauen aus verschiedenen Berufen und unterschiedlichen Lebensabschnitten zusammenbringt, die sich im Alltag wohl nicht treffen würden.
Wie alle anderen befragten Frauen nennt auch die Primarlehrerin und Erwachsenenbildnerin diese Vernetzung als Hauptgrund, weshalb sie am Frauenstamm teilnimmt. Sie ist deshalb überzeugt, dass dieser Austausch etwas bewegen kann. «Vielleicht dauert es bis zu einem sichtbaren Ergebnis, aber wichtig scheint mir, dass in den Köpfen etwas vor sich geht.» Kräfte bündeln und gemeinsam etwas ins Rollen bringen ist das, was alle Teilnehmerinnen wollen.

Überwältigt von der Entwicklung
Die Initiantin ist sehr erfreut über die rege Teilnahme. «Der Frauenstamm hat sich prima entwickelt. Eigentlich bin ich sogar etwas überwältigt von der raschen und guten Entwicklung», so Saima Sägesser. «Toll ist, dass er sehr generationenunabhängig und -übergreifend ist.»
Sie hofft, dass dies künftig auch für die Parteizugehörigkeit zutrifft. Allerdings muss das Format wegen der Vielzahl Teilnehmerinnen neu überdacht werden. «Die Sitzordnung an einem langen Tisch ist dafür nicht so geeignet», nennt Renate Niklaus einen Nachteil. Gleicher Meinung ist Sabrina Lanz. «Bei vielen Teilnehmerinnen ist eine Unterteilung in Gruppen nach Themen wichtig, um vertiefter ein Thema anzugehen.» Margit Eichenauer stört sich zudem manchmal an der Lautstärke im Lokal, die sie für Diskussionen als «nicht optimal» empfindet. Das sind Meinungen, die Saima Sägesser teilt: «Wenn der Frauenstamm weiterhin wächst, müssen wir uns überlegen, wie wir das Format erweitern können.»
So wurde etwa der Versuch gestartet, pro Tisch ein Thema zu diskutieren. «Das war für den politischen Diskurs gut, brachte aber das Gemeinschaftsgefühl des Stamms etwas weg», so die Stadträtin, die weiter nach einer geeigneteren Form sucht.

Nicht zwingend politisch
Zwar nahmen bisher vorwiegend eher linke Frauen am Stamm teil, aber nicht nur. Gerade die Durchmischung ist es, die alle Teilnehmerinnen schätzen. «Es soll ja nicht nur ein per se politischer Stamm sein, sondern Frauen die Möglichkeit geben, sich über was auch immer auszutauschen», betont Saima Sägesser. Bereits sind aufgrund des Frauenstamms schon Projekte entstanden, zum Bespiel die Gruppe der Integrationsverantwortlichen. Diese planen Besuche und Begegnungen mit Vereinen, die eine bestimmte Kultur vertreten.
Des weiteren haben an der letzten Stadtratssitzung elf von zwölf Stadträtinnen zwei Vorstösse zum Thema Lohngleichheit eingereicht. «Und im Hinblick auf die Gemeindewahlen 2020 kann ich sagen, dass wir dank diesem Stamm unter den Frauen für die Kandidatur extrem gut mobilisieren konnten», freut sich SP-Co-Präsidentin Saima Sägesser.

Von Irmgard Bayard

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Vorstösse

Motion zur Unterzeichnung der Charta der Lohngleichheit im öffentlichen Sektor

Eingereichte Motion Lüthi Beatrice (FDP), Sägesser Saima (SP), Barben-Kohler Stefanie (FDP), Grossenbacher Corinna (SVP), Heiniger Janina (EVP), Howald Carole (jll), Loser-Fries Stefanie (SP), Lüdi Josephine (parteilos), Moser Martina (SP), Niklaus-Lanz Renate (glp) und Zaugg-Streuli Franziska (FDP)

Als Motion mit Richtliniencharakter qualifiziert, erheblich erklärt und nach Kenntnisnahme der schriftlichen Stellungnahme vom Protokoll des Stadtrates abgeschrieben (gemäss Art. 59 Abs. 3 GO Stadtrat) an der Stadtratssitzung vom 14. September 2020 

Der Gemeinderat wird beauftragt, für die Stadt Langenthal die Charta der Lohngleichheit im öffentlichen Sektor zu unterzeichnen.

Begründung: Seit 1981 gilt in der Schweiz ausdrücklich, dass Frauen und Männer Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeithaben (Art. 8 Bundesverfassung).

Das Gleichstellungsgesetz von 1995 (SR 151.1) konkretisiert dies. Es ist 2018 ergänzt worden mit der Pflicht für Arbeitgeber, periodisch Lohnanalysen durchzuführen (AS 2018 2815). Diese Pflicht gilt auch für öffentlich-rechtliche Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber (Kantone und Gemeinden); sie müssen die Ergebnisse der Analy-sen publizieren. Die Revision des GlG wird am 1. Juli 2020 in Kraft treten.

Für Bund, Kantone und Gemeinden hat Bundesrat Berset zudem im Herbst 2016 dieCharta der Lohngleichheit im öffentlichen Sektor lanciert. Auf der entsprechenden Webseite des Eidgenössischen Büros für Gleichstellung (https://www.ebg.admin.ch/ebg/de/home/themen/arbeit/lohngleichheit/engagement-des-oeffentlichen-sek-tors/charta-der-lohngleichheit-im-oeffentlichen-sektor.html) wird angeführt: „Mit der Unterzeichnung der […] Charta bekräftigen Behörden, staatsnahe Betriebe und Unternehmen mit öffentlichem Auftrag, Lohngleichheit in ihrem Einflussbereich umzusetzen –als Arbeitgebende, bei Ausschreibungen im öffentlichen Beschaffungs-wesen oder als Subventionsorgane. Das gemeinsame Engagement soll ein Signal an öffentliche und private Arbeitgebende aussenden“. Der Bund, 16 Kantone (inkl. BE) sowie zahlreiche Gemeinden haben die Charta bis heute unterzeichnet. Der öffentliche Sektor als Arbeitgeber sollte dabei sicher eine Vorbildfunktion haben.

Die Stadt Langenthal hat die Charta bisher nicht unterzeichnet. Als Stadt mit Zentrumsfunktion, als Agglomera-tion,als moderne Stadt mit Bildungszentrum, als Energiestadt etc. hat Langenthal erst Recht eine Vorbildfunk-tion.

Die Pflichten, die sich aus der Unterzeichnung der Charta ergeben, gehen über die Pflichten gemäss revidiertem Gleichstellungsgesetz nicht hinaus.

Meine Stellungnahme am 14. September 2020

Gleicher Lohn für Gleiche Arbeit. Es wär so simpu.

Doch leider begägne Froue hüt no immer wieder ere unerklärliche Lohndifferenz von 7-10% gegenüber ihrne männleche Kollege.

Föouh Froue wüsse gar nid, dass si weniger verdiene, aus ihri männleche Kollege, obwou die genaus gliche mache wie si. Si wüsses nid, wöume einersits zweni über Löhn redt und angersits villech ou gärn eifach ufdi Vorgsetzte vertrout, dass die das scho richtig im Griff heige.

Die Froueh, wos aber de merke oder wüsse, dass si bis zu 10% weniger verdiene, stöh hüfig im Klintsch: Söuesi öpiss sägeh und so villech riskiere usglacht, nid ärnstgnoh oder gar gmobbt zwärde? Söuesi d’Stöuh wächsle und d’Bude mit dene Macheschafte devocho loh? Söuesi s’Gspräch sueche, Gwärchschafte ud Medie ibezieh?

Fakt isch, nid jedi Person isch dezueh gmacht, Misständ säuber ahzspräche und für di eigete Rächt izstoh. Und genau i söttige Fäuh, wärs äbeh guet, wesis ou ersch garn nid müesste. S’wär guet we Lohnglichheit Normalität und ar Tagesordnig wär.

Mitr Ungerzeichnig vor 2016 lancierte Charta fürd Lohnglichheit würde äbeh gd Arbeitgeäber*inne, wiesd d’Stadt Langethau isch, sech dezeuh bekenne, sbest-mögleche zmache, dass Lohnglichheit Standard isch. Agstöuti chöntesech eifch druf verloh, dass äbeh die Vorgsetzte ihres Beste gäh u das scho im Griff hei.

U dorum heisech 11 Langethaler Stadtrötinne zäme doh und die Motion igreicht, wo fordert, dass d’Stadt Langethau die Charta fürd Lohnglichhet ungerzeichnet. Wie idr Stellignahm het chönne gläse wärde, wird dür die Ungerzeichnig ke rächtlechi Verbindlechkeit gschaffe, aber d’Stadt Langethau setzt demit es Zeiche, bekennt sech zu öpissem, wo ke Diskussion me sött si und handlet! Mit Fröid hei mir festgstöut, dass bereits Besträbige für die Ugerzeichnig si umegsih. Mir 11 Motionärinne zöueh uf d’Ungerstützig vo öich aune, fürnes moderns und fairs Langethau. Es Langethau wosech ine Reihe vo Mit-Ungerzeichnende wie em Bund, 16 Kantön und 97 Gmeinde ihreiht und defürsorgt, dass 1981 docuh ou no im 2020 ahchunt! Merci.

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Vorstösse

Interpellation zu Lohngleichheit in der Stadt Langenthal

Seit 1981 gilt in der Schweiz ausdrücklich, dass Frauen und Männer Anspruch auf gleichen Lohn für gleich-wertige Arbeit haben (Art.8 Bundesverfassung). Das Gleichstellungsgesetz von 1995 (SR151.1) konkretisiert dies. Es hat sich allerdings gezeigt, dass die geltenden Vorgaben nicht ausreichen, um diesem Grundrecht in der PraxisNachachtung zu verschaffen. Nach wie vor bestehen Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen, dies im privaten wie im öffentlichen Sektor. Ein Teil der Unterschiede ist «erklärbar» (Ausbildung, Stel-lung im Unternehmen etc.), fast die Hälfte aber nicht –mindestens diesbezüglich muss von Diskriminierung ausgegangen werden.

Entsprechend ist 2018 das Gleichstellungsgesetz revidiert worden (AS 2018 2815). Neu besteht eine Pflicht für Arbeitgeber, periodisch Lohnanalysen durchzuführen. Diese Pflicht gilt auch für öffentlich-rechtliche Ar-beitgeber (Kantone und Gemeinden); sie müssen die Ergebnisse der Analysen publizieren. Die Revision des GlG wird in 2 Tagen, nämlich am 1.Juli 2020 in Kraft treten!

Anlässlich der 1. Lesung des Behördenreglements im Stadtrat hat StadtpräsidentReto Müller angegeben: „…Wie Sie wissen sind wir daran, bezüglich Lohnsystem eine Benchmark-Analyse zu machen und wir wissen auch, dass wir 123 Frauen und 83 Männer als Angestellte haben; davon arbeiten die Frauen im Schnitt 70% und die Männer 95%. Dies hat alles seine Gründe. Aber bitte geben Sie uns ein wenig Zeit, diese Gründe auf-zulisten und auch darzulegen, wie es zu diesen Schlussfolgerungen gekommen ist, …“(Zitat aus dem Proto-koll der Stadtratssitzung vom 16.September 2019).Diese Zeit sollte nun –2 Tage vor dem Inkrafttreten der Revision Gleichstellungsgesetz! -sicher genutzt worden können sein; die Resultate der Benchmark-Analyse sollten vorliegen.

Vor diesem Hintergrund stelle ich dem Gemeinderat die folgenden Fragen:

•Hat der Gemeinderat nun Kenntnis von der konkreten Situation in der Stadt Langenthal? Was hat die Benchmark-Analyse ergeben?
•Was ist seit Mitte September 2019 vom Gemeinderat oder in der Stadtverwaltung konkret organisiert/ be-schlossen/ an die Handgenommen worden?
•Wie wird heute sichergestellt, dass in der Stadtverwaltung das Grundrecht der Lohngleichheit respektiert wird?
•Oder gibt es eine Differenz zwischen den Löhnen zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern? Wenn ja: wie gross ist diese Differenz und wie erklärt der Gemeinderat diese Differenz?
•Wie und ab wann wird der Gemeinderat die neu zwingenden Lohnanalysen gemäss revidiertem Gleichstel-lungsgesetz durchführen (lassen)?
•Was gedenkt der Gemeinderat zu tun, wenn sich ergibt, dass (gegebenenfalls nach wie vor) ungerechtfer-tigte Lohndifferenzen bestehen resp. Korrekturen angebracht sind? Wie ist der Horizont und Zeitplan für all-fällige Massnahmen?

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Vorstösse

Motion zur Erarbeitung eines Nachtleben- und Ausgehkonzepts für die Stadt Langenthal

Eingereicht von Saima Sägesser

Motion in Postulat gewandelt und als solches nicht erheblich erklärt an der Stadtratssitzung vom 11. Mai 2020 

Der Gemeinderat wird beauftragt für das Nachtleben und das Ausgehen in der Stadt Langenthal ein Konzept zu erarbeiten, das eine Bestandsaufnahme, Visionen und entsprechende Massnahmen diskutiert.

Langenthal entwickelt sich, so auch das Nachtleben. Damit einhergehen neue Bedürfnisse, Möglichkeiten und Herausforderungen, auf diese gilt es zu reagieren. Langenthal hat zahlreiche Bars, Restaurants und auch Clubs, Konzert- und Tanzlokale. Dieses breite Angebot gilt es zu bewahren, aber ebenso auf Entwicklungen zu reagieren. Langenthal hat eine nicht ganz unbedeutende Rolle auch für umliegende Gemeinden und deren Bewohner*innen, wenn es ums Nachtleben geht. Viele pilgern am Wochenende nach Langenthal und nutzen das Ausgehangebot und die öffentlichen Plätze, um sich zu treffen und zu verweilen. Angebote kommen hinzu, andere verschwinden oder werden wiedereröffnet. Die Ausgehmöglichkeiten bleiben über das Jahr hinweg konstant. Im Sommer finden viele Freilichtevents statt, während in der kälteren Jahreszeit indoor-Veranstaltungen ihre Saison haben. Soweit zur verkürzten Standortbestimmung, doch wie sieht das Langethaler Nachtleben heute genau aus und welches Potential liegt noch verborgen?

Der Gemeinderat soll sich dieser Fragen annehmen und zuhanden eines Konzepts Massnahmen erarbeiten. Berücksichtigt werden sollen der Ist-Zustand und Zukunftsvisionen. Das Langenthaler Nachtleben ist im Oberaargau beliebt und sollte für die Stadt auch als Aushängeschild dienen. Als Input könnten folgende Fragen dienen: Welche Zielgruppen spricht das Langenthaler Nachtleben an? Wessen Bedürfnisse werden gedeckt und wessen (noch) nicht? Wie kann die Vielfalt des Angebots gestärkt, bewahrt und gefördert werden? Was tut die Stadt, finanziell und infrastrukturell, um das Nachtleben zu fördern? Wie und wo gestaltet sich eine Ausgehmeile? Wo treffen Wohn- und Ausgehzonen wie aufeinander? Wie steht es um die Sicherheit im Langenthaler Nachtleben, während dem Ausgehen und nach der Sperrstunde? Welche Präventionsmassnahmen braucht es? Etc.

Die Stadt Bern kennt ein solches Konzept für das bernische Nachtleben. Dies und auch das Vorgehen der Erarbeitung (runde Tische etc.) können als Inspiration dienen.

Saima Sägesser (SP) und Mitunterzeichnende

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Vorstösse

Postulat zur Gewährung der Sicherheit in der Ausgehzone Jurastrasse/Marktgasse/Wuhrplatz

Eingereicht Saima Sägesser, Renate Niklaus, Corinna Grossenbacher und Mitunterzeichnende

Erheblich erklärt und nach Kenntnisnahme der schriftlichen Stellungnahme vom Protokoll des Stadtrates abgeschrieben (gemäss Art. 59 Abs. 3 GO Stadtrat) an der Stadtratssitzung vom 11. Mai 2020

Der Gemeinderat wird beauftragt zu prüfen, ob und welche Massnahmen zu ergreifen sind, um die Sicherheit rund ums Chrämerhuus, den Wuhrplatz, die Begegnungszone der Jurastrasse und die untere Marktgasse zu gewährleisten.

Seit etwa zwei Jahren ist zu beobachten, dass der Wuhrplatz als Begegnungsraum für vor allem Jugendliche nicht mehr ausreicht. Sie nutzen auch die Begegnungszone vor dem Chrämerhuus und Chicorée, die angrenzende Marktgasse und den Sitzbereich bei der Suteria, um sich in Gruppen zu treffen und bis spät in die Nacht laut Musik zu hören und zu trinken. Es handelt sich dabei vorwiegend um jugendliche Männer und Frauen.

Dabei ist ein Anstieg von Gewaltbereitschaft untereinander aber auch gegenüber Passant*innen, Barbesucher*innen, Barbetreiber*innen, Kulturbetreiber*innen, Anwohner*innen und auch Sachbeschädigung festzustellen.

Dies alles geschieht vor allem an Wochenenden und während Ferienzeiten nachts im Zeitraum ab 22 Uhr bis die Bars schliessen. Das Barpersonal ist schliesslich auf dem Nachhauseweg wiederum mit Belästigungen und stark angetrunkenen Gruppen konfrontiert.  Auch Anlässe mit einer vorhersehbaren, grösseren Besucher*innenzahl, führen zu Ausschreitungen.

Der Gemeinderat soll sich der Situation, die mehr und mehr zu eskalieren droht, annehmen. Es gilt zu prüfen, ob die zur Verfügung stehenden Mittel wie Polizei, Jugendarbeit und SIP noch ausreichen, um Gewalt gegenüber Menschen und Sachen einzudämmen, präventiv vorzubeugen und Zivilcourage zu lehren noch ausreichen oder ob zusätzliche Massnahmen von Nöten sind.