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Mitglied der Kulturkommission

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2020 Politische Arbeit

SP Langenthal Velotour

Mit der SP Langenthal und der JUSO Oberaargau durch Langenthal.

Langenthal hat viel zu bieten und noch mehr als du vielleicht ahnst. Denn jede Person nimmt diese Stadt anders wahr. Besucht andere Orte, erlebt andere Dinge und macht andere Erinnerungen. Mit der SP Langenthal Velokarte laden wir dich ein, Einblick in unsere Orte zu erhalten. Wo trifft man die Satdtrats- und Gemeinderatskandis an? Was bewegt sie? Welches Langenthal leben sie?

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Politische Arbeit

Ein Virus bestimmt den Alltag

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Clean Up Day

Jedes Jahr macht die SP Langenthal am nationalen Clean Up Day mit und räumt in Langenthal auf.

Wir engagieren uns nicht nur im Stadtrat gegen Littering, sondern packen auch immer gerne selber an.

Es ist mir ein Rätsel, wie beispielsweise Suacenverpackungen in der Langete, unserem Fluss, landen können.

Wir müssen sorge tragen zu unserer Umwelt. Bereits mit kleinen Massnahmen kannst auch DU zu weniger Mikroplastik und Ressourcenverschwendung beitragen. Entsorge oder recycle bitte so, wie es sich gehört.

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Medien über meine Politik Politische Arbeit

„Wo die Politik schon früh zum Thema wird“

Am 17. September 2020 durfte ich am Gymnasium Langenthal an einem Podium gegen die gefährliche Kündigungsinitiative argumentieren. Die BZ schrieb über das Event.

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Medien über meine Politik Politische Arbeit

«Der Austausch unter Frauen ist sehr wichtig»

Saima Sägesser (links) hat den Frauenstamm nach dem Frauenstreik 2019 ins Leben gerufen. Seither treffen sich die Frauen jeden dritten Samstag im Chrämerhuus in Langenthal. · Bild: zvg

23.07.2020 Langenthal

«Der Austausch unter Frauen ist sehr wichtig»

Der Frauenstreik vor einem Jahr hat viel bewegt. In der Stadt Langenthal ist daraufhin ein überparteilicher Frauenstamm entstanden, der sich regelmässig jeden dritten Samstag trifft und in dem ausgiebig diskutiert wird.

Es ist wieder einmal der «dritte» Samstag im Chrämerhuus in Langenthal. An einem der Tische wird ausgiebig diskutiert. Wie jeden dritten Samstag sitzen Frauen verschiedenen Alters und mit unterschiedlichsten Berufen zusammen. Hört man ihnen zu, merkt man sofort: Das ist kein übliches Kafchränzli. Die Atmosphäre ist zwar locker, aber es wird intensiv diskutiert. Denn die Anwesenden wollen in ihrem Umfeld etwas bewegen. Kurz nach dem Frauenstreik am 14. Juni 2019 ist der Frauenstamm ins Leben gerufen worden und erfreut sich seither gros­ser Beliebtheit.

Saima Sägesser als Initiantin
Initiiert hat ihn Saima Sägesser. «Ausschlaggebend war ein etwas ungutes Gefühl, das ich im Zusammenhang mit meiner Arbeit im Stadtrat hatte», sagt sie. Die 26-jährige Theaterwissenschaftlerin fühlte sich zu Beginn ihres Einzuges ins Parlament nur wenig unterstützt und suchte daher ausserhalb der Ratskolleginnen nach Verbündeten. «Ich traf mich also mit mir eng stehenden SP-Frauen zum Austausch und holte mir Tipps und Tricks.» Aus diesen Treffen entstand die Idee des Frauenstamms.
«Weil Frauen in der Langenthaler Politik zu wenig vertreten sind, ist es wichtig, dass gewisse Themen unter Frauen diskutiert werden können», ist Renate Niklaus (58), Filialleiterin einer privaten Spitex und GLP-Stadträtin überzeugt. Sie fühlt sich am Frauenstamm ernst- und wahrgenommen.
Dass Frauen spezifische Anliegen haben, kennt Margit Eichenauer ebenfalls. Am Frauenstamm konnte sich die 55-jährige Heilpädagogin unter anderem über die Schulsozialarbeit austauschen und erfahren, wie diese in einem Dorf funktioniert. Sie hebt vor allem die unkomplizierte Atmosphäre und die Altersdurchmischung als positiv hervor.

Frauen aus verschiedenen Berufen
Sabrina Lanz (34) arbeitet als Verkaufsfachfrau Innendienst. Sie nennt neben den Gesprächen die Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen, als einen der Vorteile eines solchen Treffens und hebt einen weiteren Aspekt hervor: «Das Treffen hilft zu erkennen, dass Frau mit den Problemen nicht alleine dasteht.» Und Verena Heubi (53) empfindet den Aspekt als äusserst wertvoll, dass der Stamm Frauen aus verschiedenen Berufen und unterschiedlichen Lebensabschnitten zusammenbringt, die sich im Alltag wohl nicht treffen würden.
Wie alle anderen befragten Frauen nennt auch die Primarlehrerin und Erwachsenenbildnerin diese Vernetzung als Hauptgrund, weshalb sie am Frauenstamm teilnimmt. Sie ist deshalb überzeugt, dass dieser Austausch etwas bewegen kann. «Vielleicht dauert es bis zu einem sichtbaren Ergebnis, aber wichtig scheint mir, dass in den Köpfen etwas vor sich geht.» Kräfte bündeln und gemeinsam etwas ins Rollen bringen ist das, was alle Teilnehmerinnen wollen.

Überwältigt von der Entwicklung
Die Initiantin ist sehr erfreut über die rege Teilnahme. «Der Frauenstamm hat sich prima entwickelt. Eigentlich bin ich sogar etwas überwältigt von der raschen und guten Entwicklung», so Saima Sägesser. «Toll ist, dass er sehr generationenunabhängig und -übergreifend ist.»
Sie hofft, dass dies künftig auch für die Parteizugehörigkeit zutrifft. Allerdings muss das Format wegen der Vielzahl Teilnehmerinnen neu überdacht werden. «Die Sitzordnung an einem langen Tisch ist dafür nicht so geeignet», nennt Renate Niklaus einen Nachteil. Gleicher Meinung ist Sabrina Lanz. «Bei vielen Teilnehmerinnen ist eine Unterteilung in Gruppen nach Themen wichtig, um vertiefter ein Thema anzugehen.» Margit Eichenauer stört sich zudem manchmal an der Lautstärke im Lokal, die sie für Diskussionen als «nicht optimal» empfindet. Das sind Meinungen, die Saima Sägesser teilt: «Wenn der Frauenstamm weiterhin wächst, müssen wir uns überlegen, wie wir das Format erweitern können.»
So wurde etwa der Versuch gestartet, pro Tisch ein Thema zu diskutieren. «Das war für den politischen Diskurs gut, brachte aber das Gemeinschaftsgefühl des Stamms etwas weg», so die Stadträtin, die weiter nach einer geeigneteren Form sucht.

Nicht zwingend politisch
Zwar nahmen bisher vorwiegend eher linke Frauen am Stamm teil, aber nicht nur. Gerade die Durchmischung ist es, die alle Teilnehmerinnen schätzen. «Es soll ja nicht nur ein per se politischer Stamm sein, sondern Frauen die Möglichkeit geben, sich über was auch immer auszutauschen», betont Saima Sägesser. Bereits sind aufgrund des Frauenstamms schon Projekte entstanden, zum Bespiel die Gruppe der Integrationsverantwortlichen. Diese planen Besuche und Begegnungen mit Vereinen, die eine bestimmte Kultur vertreten.
Des weiteren haben an der letzten Stadtratssitzung elf von zwölf Stadträtinnen zwei Vorstösse zum Thema Lohngleichheit eingereicht. «Und im Hinblick auf die Gemeindewahlen 2020 kann ich sagen, dass wir dank diesem Stamm unter den Frauen für die Kandidatur extrem gut mobilisieren konnten», freut sich SP-Co-Präsidentin Saima Sägesser.

Von Irmgard Bayard

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Vorstösse

Motion zur Unterzeichnung der Charta der Lohngleichheit im öffentlichen Sektor

Eingereichte Motion Lüthi Beatrice (FDP), Sägesser Saima (SP), Barben-Kohler Stefanie (FDP), Grossenbacher Corinna (SVP), Heiniger Janina (EVP), Howald Carole (jll), Loser-Fries Stefanie (SP), Lüdi Josephine (parteilos), Moser Martina (SP), Niklaus-Lanz Renate (glp) und Zaugg-Streuli Franziska (FDP)

Als Motion mit Richtliniencharakter qualifiziert, erheblich erklärt und nach Kenntnisnahme der schriftlichen Stellungnahme vom Protokoll des Stadtrates abgeschrieben (gemäss Art. 59 Abs. 3 GO Stadtrat) an der Stadtratssitzung vom 14. September 2020 

Der Gemeinderat wird beauftragt, für die Stadt Langenthal die Charta der Lohngleichheit im öffentlichen Sektor zu unterzeichnen.

Begründung: Seit 1981 gilt in der Schweiz ausdrücklich, dass Frauen und Männer Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeithaben (Art. 8 Bundesverfassung).

Das Gleichstellungsgesetz von 1995 (SR 151.1) konkretisiert dies. Es ist 2018 ergänzt worden mit der Pflicht für Arbeitgeber, periodisch Lohnanalysen durchzuführen (AS 2018 2815). Diese Pflicht gilt auch für öffentlich-rechtliche Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber (Kantone und Gemeinden); sie müssen die Ergebnisse der Analy-sen publizieren. Die Revision des GlG wird am 1. Juli 2020 in Kraft treten.

Für Bund, Kantone und Gemeinden hat Bundesrat Berset zudem im Herbst 2016 dieCharta der Lohngleichheit im öffentlichen Sektor lanciert. Auf der entsprechenden Webseite des Eidgenössischen Büros für Gleichstellung (https://www.ebg.admin.ch/ebg/de/home/themen/arbeit/lohngleichheit/engagement-des-oeffentlichen-sek-tors/charta-der-lohngleichheit-im-oeffentlichen-sektor.html) wird angeführt: „Mit der Unterzeichnung der […] Charta bekräftigen Behörden, staatsnahe Betriebe und Unternehmen mit öffentlichem Auftrag, Lohngleichheit in ihrem Einflussbereich umzusetzen –als Arbeitgebende, bei Ausschreibungen im öffentlichen Beschaffungs-wesen oder als Subventionsorgane. Das gemeinsame Engagement soll ein Signal an öffentliche und private Arbeitgebende aussenden“. Der Bund, 16 Kantone (inkl. BE) sowie zahlreiche Gemeinden haben die Charta bis heute unterzeichnet. Der öffentliche Sektor als Arbeitgeber sollte dabei sicher eine Vorbildfunktion haben.

Die Stadt Langenthal hat die Charta bisher nicht unterzeichnet. Als Stadt mit Zentrumsfunktion, als Agglomera-tion,als moderne Stadt mit Bildungszentrum, als Energiestadt etc. hat Langenthal erst Recht eine Vorbildfunk-tion.

Die Pflichten, die sich aus der Unterzeichnung der Charta ergeben, gehen über die Pflichten gemäss revidiertem Gleichstellungsgesetz nicht hinaus.

Meine Stellungnahme am 14. September 2020

Gleicher Lohn für Gleiche Arbeit. Es wär so simpu.

Doch leider begägne Froue hüt no immer wieder ere unerklärliche Lohndifferenz von 7-10% gegenüber ihrne männleche Kollege.

Föouh Froue wüsse gar nid, dass si weniger verdiene, aus ihri männleche Kollege, obwou die genaus gliche mache wie si. Si wüsses nid, wöume einersits zweni über Löhn redt und angersits villech ou gärn eifach ufdi Vorgsetzte vertrout, dass die das scho richtig im Griff heige.

Die Froueh, wos aber de merke oder wüsse, dass si bis zu 10% weniger verdiene, stöh hüfig im Klintsch: Söuesi öpiss sägeh und so villech riskiere usglacht, nid ärnstgnoh oder gar gmobbt zwärde? Söuesi d’Stöuh wächsle und d’Bude mit dene Macheschafte devocho loh? Söuesi s’Gspräch sueche, Gwärchschafte ud Medie ibezieh?

Fakt isch, nid jedi Person isch dezueh gmacht, Misständ säuber ahzspräche und für di eigete Rächt izstoh. Und genau i söttige Fäuh, wärs äbeh guet, wesis ou ersch garn nid müesste. S’wär guet we Lohnglichheit Normalität und ar Tagesordnig wär.

Mitr Ungerzeichnig vor 2016 lancierte Charta fürd Lohnglichheit würde äbeh gd Arbeitgeäber*inne, wiesd d’Stadt Langethau isch, sech dezeuh bekenne, sbest-mögleche zmache, dass Lohnglichheit Standard isch. Agstöuti chöntesech eifch druf verloh, dass äbeh die Vorgsetzte ihres Beste gäh u das scho im Griff hei.

U dorum heisech 11 Langethaler Stadtrötinne zäme doh und die Motion igreicht, wo fordert, dass d’Stadt Langethau die Charta fürd Lohnglichhet ungerzeichnet. Wie idr Stellignahm het chönne gläse wärde, wird dür die Ungerzeichnig ke rächtlechi Verbindlechkeit gschaffe, aber d’Stadt Langethau setzt demit es Zeiche, bekennt sech zu öpissem, wo ke Diskussion me sött si und handlet! Mit Fröid hei mir festgstöut, dass bereits Besträbige für die Ugerzeichnig si umegsih. Mir 11 Motionärinne zöueh uf d’Ungerstützig vo öich aune, fürnes moderns und fairs Langethau. Es Langethau wosech ine Reihe vo Mit-Ungerzeichnende wie em Bund, 16 Kantön und 97 Gmeinde ihreiht und defürsorgt, dass 1981 docuh ou no im 2020 ahchunt! Merci.

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Vorstösse

Interpellation zu Lohngleichheit in der Stadt Langenthal

Seit 1981 gilt in der Schweiz ausdrücklich, dass Frauen und Männer Anspruch auf gleichen Lohn für gleich-wertige Arbeit haben (Art.8 Bundesverfassung). Das Gleichstellungsgesetz von 1995 (SR151.1) konkretisiert dies. Es hat sich allerdings gezeigt, dass die geltenden Vorgaben nicht ausreichen, um diesem Grundrecht in der PraxisNachachtung zu verschaffen. Nach wie vor bestehen Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen, dies im privaten wie im öffentlichen Sektor. Ein Teil der Unterschiede ist «erklärbar» (Ausbildung, Stel-lung im Unternehmen etc.), fast die Hälfte aber nicht –mindestens diesbezüglich muss von Diskriminierung ausgegangen werden.

Entsprechend ist 2018 das Gleichstellungsgesetz revidiert worden (AS 2018 2815). Neu besteht eine Pflicht für Arbeitgeber, periodisch Lohnanalysen durchzuführen. Diese Pflicht gilt auch für öffentlich-rechtliche Ar-beitgeber (Kantone und Gemeinden); sie müssen die Ergebnisse der Analysen publizieren. Die Revision des GlG wird in 2 Tagen, nämlich am 1.Juli 2020 in Kraft treten!

Anlässlich der 1. Lesung des Behördenreglements im Stadtrat hat StadtpräsidentReto Müller angegeben: „…Wie Sie wissen sind wir daran, bezüglich Lohnsystem eine Benchmark-Analyse zu machen und wir wissen auch, dass wir 123 Frauen und 83 Männer als Angestellte haben; davon arbeiten die Frauen im Schnitt 70% und die Männer 95%. Dies hat alles seine Gründe. Aber bitte geben Sie uns ein wenig Zeit, diese Gründe auf-zulisten und auch darzulegen, wie es zu diesen Schlussfolgerungen gekommen ist, …“(Zitat aus dem Proto-koll der Stadtratssitzung vom 16.September 2019).Diese Zeit sollte nun –2 Tage vor dem Inkrafttreten der Revision Gleichstellungsgesetz! -sicher genutzt worden können sein; die Resultate der Benchmark-Analyse sollten vorliegen.

Vor diesem Hintergrund stelle ich dem Gemeinderat die folgenden Fragen:

•Hat der Gemeinderat nun Kenntnis von der konkreten Situation in der Stadt Langenthal? Was hat die Benchmark-Analyse ergeben?
•Was ist seit Mitte September 2019 vom Gemeinderat oder in der Stadtverwaltung konkret organisiert/ be-schlossen/ an die Handgenommen worden?
•Wie wird heute sichergestellt, dass in der Stadtverwaltung das Grundrecht der Lohngleichheit respektiert wird?
•Oder gibt es eine Differenz zwischen den Löhnen zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern? Wenn ja: wie gross ist diese Differenz und wie erklärt der Gemeinderat diese Differenz?
•Wie und ab wann wird der Gemeinderat die neu zwingenden Lohnanalysen gemäss revidiertem Gleichstel-lungsgesetz durchführen (lassen)?
•Was gedenkt der Gemeinderat zu tun, wenn sich ergibt, dass (gegebenenfalls nach wie vor) ungerechtfer-tigte Lohndifferenzen bestehen resp. Korrekturen angebracht sind? Wie ist der Horizont und Zeitplan für all-fällige Massnahmen?

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Vorstösse

Motion zur Erarbeitung eines Nachtleben- und Ausgehkonzepts für die Stadt Langenthal

Eingereicht von Saima Sägesser

Motion in Postulat gewandelt und als solches nicht erheblich erklärt an der Stadtratssitzung vom 11. Mai 2020 

Der Gemeinderat wird beauftragt für das Nachtleben und das Ausgehen in der Stadt Langenthal ein Konzept zu erarbeiten, das eine Bestandsaufnahme, Visionen und entsprechende Massnahmen diskutiert.

Langenthal entwickelt sich, so auch das Nachtleben. Damit einhergehen neue Bedürfnisse, Möglichkeiten und Herausforderungen, auf diese gilt es zu reagieren. Langenthal hat zahlreiche Bars, Restaurants und auch Clubs, Konzert- und Tanzlokale. Dieses breite Angebot gilt es zu bewahren, aber ebenso auf Entwicklungen zu reagieren. Langenthal hat eine nicht ganz unbedeutende Rolle auch für umliegende Gemeinden und deren Bewohner*innen, wenn es ums Nachtleben geht. Viele pilgern am Wochenende nach Langenthal und nutzen das Ausgehangebot und die öffentlichen Plätze, um sich zu treffen und zu verweilen. Angebote kommen hinzu, andere verschwinden oder werden wiedereröffnet. Die Ausgehmöglichkeiten bleiben über das Jahr hinweg konstant. Im Sommer finden viele Freilichtevents statt, während in der kälteren Jahreszeit indoor-Veranstaltungen ihre Saison haben. Soweit zur verkürzten Standortbestimmung, doch wie sieht das Langethaler Nachtleben heute genau aus und welches Potential liegt noch verborgen?

Der Gemeinderat soll sich dieser Fragen annehmen und zuhanden eines Konzepts Massnahmen erarbeiten. Berücksichtigt werden sollen der Ist-Zustand und Zukunftsvisionen. Das Langenthaler Nachtleben ist im Oberaargau beliebt und sollte für die Stadt auch als Aushängeschild dienen. Als Input könnten folgende Fragen dienen: Welche Zielgruppen spricht das Langenthaler Nachtleben an? Wessen Bedürfnisse werden gedeckt und wessen (noch) nicht? Wie kann die Vielfalt des Angebots gestärkt, bewahrt und gefördert werden? Was tut die Stadt, finanziell und infrastrukturell, um das Nachtleben zu fördern? Wie und wo gestaltet sich eine Ausgehmeile? Wo treffen Wohn- und Ausgehzonen wie aufeinander? Wie steht es um die Sicherheit im Langenthaler Nachtleben, während dem Ausgehen und nach der Sperrstunde? Welche Präventionsmassnahmen braucht es? Etc.

Die Stadt Bern kennt ein solches Konzept für das bernische Nachtleben. Dies und auch das Vorgehen der Erarbeitung (runde Tische etc.) können als Inspiration dienen.

Saima Sägesser (SP) und Mitunterzeichnende

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Vorstösse

Postulat zur Gewährung der Sicherheit in der Ausgehzone Jurastrasse/Marktgasse/Wuhrplatz

Eingereicht Saima Sägesser, Renate Niklaus, Corinna Grossenbacher und Mitunterzeichnende

Erheblich erklärt und nach Kenntnisnahme der schriftlichen Stellungnahme vom Protokoll des Stadtrates abgeschrieben (gemäss Art. 59 Abs. 3 GO Stadtrat) an der Stadtratssitzung vom 11. Mai 2020

Der Gemeinderat wird beauftragt zu prüfen, ob und welche Massnahmen zu ergreifen sind, um die Sicherheit rund ums Chrämerhuus, den Wuhrplatz, die Begegnungszone der Jurastrasse und die untere Marktgasse zu gewährleisten.

Seit etwa zwei Jahren ist zu beobachten, dass der Wuhrplatz als Begegnungsraum für vor allem Jugendliche nicht mehr ausreicht. Sie nutzen auch die Begegnungszone vor dem Chrämerhuus und Chicorée, die angrenzende Marktgasse und den Sitzbereich bei der Suteria, um sich in Gruppen zu treffen und bis spät in die Nacht laut Musik zu hören und zu trinken. Es handelt sich dabei vorwiegend um jugendliche Männer und Frauen.

Dabei ist ein Anstieg von Gewaltbereitschaft untereinander aber auch gegenüber Passant*innen, Barbesucher*innen, Barbetreiber*innen, Kulturbetreiber*innen, Anwohner*innen und auch Sachbeschädigung festzustellen.

Dies alles geschieht vor allem an Wochenenden und während Ferienzeiten nachts im Zeitraum ab 22 Uhr bis die Bars schliessen. Das Barpersonal ist schliesslich auf dem Nachhauseweg wiederum mit Belästigungen und stark angetrunkenen Gruppen konfrontiert.  Auch Anlässe mit einer vorhersehbaren, grösseren Besucher*innenzahl, führen zu Ausschreitungen.

Der Gemeinderat soll sich der Situation, die mehr und mehr zu eskalieren droht, annehmen. Es gilt zu prüfen, ob die zur Verfügung stehenden Mittel wie Polizei, Jugendarbeit und SIP noch ausreichen, um Gewalt gegenüber Menschen und Sachen einzudämmen, präventiv vorzubeugen und Zivilcourage zu lehren noch ausreichen oder ob zusätzliche Massnahmen von Nöten sind.

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Postulat zur Bekämpfung von Littering in der Ausgehzone Jurastrasse/Marktgasse/Wuhrplatz

Eingereicht von Saima Sägesser, Renate Niklaus und Andri Lehmann

Erheblich erklärt und mit dem Hinweis auf die erfolgte mündliche Stellungnahme gleichzeitig gemäss Art. 35 Abs. 2 der Geschäftsordnung des Stadtrates vom Protokoll des Stadtrates abgeschrieben an der Stadtratssitzung vom 16. Dezember 2019

Der Gemeinderat wird beauftragt zu prüfen, ob und welche Massnahmen zu ergreifen sind, um Littering rund ums Chrämerhuus, den Wuhrplatz, die Begegnungszone der Jurastrasse und die untere Marktgasse zu bekämpfen.

Seit etwa zwei Jahren ist zu beobachten, dass der Wuhrplatz als Begegnungsraum für viele Menschen nicht mehr ausreicht. Sie nutzen auch die Begegnungszone vor dem Chrämerhuus und Chicorée, die angrenzende Marktgasse und den Sitzbereich bei der Suteria, um sich in Gruppen zu treffen.

Dabei ist ein Anstieg von Littering festzustellen, dies besonders mittags und nachts an den Wochenenden. Take-away-Verpackungen, leere Getränkeflaschen, Zigarettenpackungen, Zigarettenstummel und anderer Müll werden meist einfach liegen gelassen, wo sie konsumiert wurden oder der Müll landet im grossen Bogen in der Langete.

Der Gemeinderat soll sich der Situation annehmen. Es gilt zu prüfen, ob die zur Verfügung stehenden Mülleimer ausreichen und wie das Fehlverhalten betreffend Müllentsorgung bei den Konsumierenden angegangen werden kann.

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Medien über meine Politik

Der Frauenpower hat nicht aufgehört

11.06.2020 Region

Der Frauenpower hat nicht aufgehört

Am Sonntag jährt sich der grosse Frauenstreik. Wie wurde der Tag erlebt, was ist davon geblieben, was hat sich positiv verändert und wo braucht es noch mehr Effort? Das wollte der «Unter-Emmental» von damals in Langenthal teilnehmenden Frauen wissen.

Frauenstreik · «Frauen sind aufgestanden, haben sich positioniert und wollen etwas verändern.» So blickt Dorette Balli, Mitorganisatorin des Frauenstreiks 2019 in Langenthal, auf das Jahr zurück. Das habe sich vor allem bei den Wahlen gezeigt, sagt die ehemalige SP-Stadt- und Grossrätin und belegt dies mit Zahlen auf nationaler Ebene: 2015 lag der Frauenanteil bei 32 Prozent, 2019 bei 42 Prozent. «Mit Christine Badertscher haben wir sogar eine Nationalrätin aus unserer Region», erinnert sie an die Wahl der grünen Politikerin aus Madiswil. Eine Folge des gestärkten Selbstbewusstseins der Frauen seien die verschiedenen Vereine für Frauenpolitik, welche im ganzen Kanton entstanden sind, weiss die 65-Jährige, die sich aktuell unter anderem in der Geschäftsleitung der Sektion Oberaargau/Emmental der Unia und als Vizepräsidentin der Unia-Frauen des Kantons Bern engagiert. «Aber auch die vielen jungen Männer, welche die Frauen unterstützen, sind erwähnenswert», findet sie.

Frauenstreik – Frauenstamm
In Langenthal ist aus dem Frauenstreik ein von Saima Sägesser initiierter Frauenstamm entstanden, an dem einmal im Monat politische Themen diskutiert werden. «Dort fühlen sich die politisch interessierten Frauen gut aufgehoben, da sie frei reden können», so die 26-jährige Theaterwissenschaftlerin. «Für mich persönlich habe ich durch den Frauenstreik noch mehr Kraft und Lust erhalten, mich im Stadtrat mit frauenspezifischen Themen einzubringen», zieht sie eine persönliche Bilanz. Als Co-Präsidentin der SP Langenthal nennt sie einen weiteren positiven Aspekt. «Die Suche nach Kandidatinnen für die diesjährigen Gemeindewahlen gestalten sich einfacher, da sich mehr Frauen in der Politik einbringen und etwas bewegen wollen.»

Das Leben positiv verändert
Ebenfalls viel Positives nimmt Ramona Bühler aus Roggwil vom Frauenstreik mit, den sie als sehr berührend empfunden hat. «Die vielen Menschen, die sich mit uns versammelt haben, um für ein gerechteres, freieres und selbstbestimmendes Leben zu kämpfen, haben Geschichte geschrieben», blickt sie auf den 14. Juni 2019 zurück. Sie ist überzeugt, dass dieser Tag nicht nur ihr Leben positiv verändert hat. «Ich bin dankbar, dass ich mit unserer Bodyshaming-Aktion ein Teil davon sein durfte.» Sie habe viele positive Feedbacks erhalten, nicht nur von Bekannten, sondern von Leuten auf der Strasse. Die Aktion habe sie keinen Moment bereut. «Im Gegenteil, ich war richtig stolz auf mich und meine Mitstreiterinnen und würde es immer wieder tun.»
Die Servicekraft ist denn auch überzeugt, dass der Frauenstreik Berge versetzt hat. «Aber es gibt viele Dinge, die sich unbedingt noch verändern müssen», schränkt sie ein und nennt als Beispiele Lohngleichheit, selbstbestimmtes Sein, Selbstliebe mit dem Willen, sich zu kleiden und auszusehen, wie Frau will. Persönlich sei sie immer noch auf der Suche nach sich selbst. Aus diesem Grund habe sie sich von Demos und politischen Aktionen zurückgezogen. «Aber jeder Tag ist eine neue Seite in meinem Lebensbuch und wer weiss, vielleicht bin ich wieder mal an einer Demo anzutreffen», lässt sie offen.

Generationenübergreifend
Sofia Fisch, Mitglied der Juso und Co-Initiantin des Frauenstreiks, und ihre Mutter Maya Eigenmann Fisch, beide aus Madiswil, blicken mit guten Gefühlen auf den 14. Juni und das Jahr danach zurück. «Ich war positiv überrascht, wie viele Frauen und Männer jeden Alters unseren Anlass besucht haben», so Maya Eigenmann. «Die Wochen nach dem Streik waren durchwirkt von den Anliegen, die wir thematisiert hatten», so die ehemalige SP-Grossrätin von Madiswil.
«Ich denke, gerade das Thema sexuelle Übergriffe auf Frauen ist im kollektiven Gedächtnis der Gesellschaft nach wie vor präsent und viele Leute sind sensibilisiert», nennt sie einen Punkt. Und: «Vermehrt wird in Texten endlich auch die weibliche Form sprachlich genauso sichtbar wie die männliche. Somit rücken Frauen stärker ins Bewusstsein – ein Anliegen, das mir seit vielen Jahre am Herzen liegt», nennt die ehemalige Sprachlehrerin einen weiteren Fortschritt.
Sofia Fisch fand es unglaublich bereichernd, dass Menschen aus allen Altersgruppen gemeinsam etwas auf die Beine gestellt hatten. Sie habe bei der Organisation von der Erfahrung ihrer Mutter profitieren können. «Und natürlich war es auch sehr schön, den Streiktag gemeinsam mit meiner Mutter verbringen zu dürfen.» Verändert habe sich ihr Verhältnis dadurch nicht. «Es war immer sehr gut», sind sich beide einig.

Es braucht mehr Chancengleichheit
Auf das Jahr danach angesprochen, findet die 24-jährige Studentin der Rechtswissenschaften, dass das Bewusstsein für feministische Themen innerhalb der Gesellschaft grösser geworden sei. «Die Vernetzung und Solidarität unter den Frauen hat in meinen Augen zugenommen.» Ihr Wunsch für die Zukunft: «Eine Welt, in der sich alle Menschen frei entfalten können. Niemand soll aufgrund seiner Hautfarbe, seines Geschlechts oder seiner sexuellen Orientierung gesellschaftlich herabgesetzt werden. Um da hinzukommen, braucht es mehr Chancengleichheit.»

Von Irmgard Bayard

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Medien über meine Politik Politische Arbeit

Frauen erzählen: Saima Linnea

Fräulein Lama ist ein Langenthaler Politblog. Die Bloggerin interviewte mich zu meienr Arbeit als Politikerin und meinen frauenspezifischen Anliegen: https://fraeuleinlama.blogspot.com/2019/11/frauen-erzahlen-saima.html

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Medien über meine Politik

„Den Büezer haben wir nicht mehr“

BZ, 16.11.2019
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100 Jahre SP Langenthal