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2024 Langenthaler Stadtrat Politik Wahlen

Wiedergewählt als Stadträtin 2025-2028

Am 27. Oktober 2024 fanden in Langenthal Gesamterneuerungswahlen für Stadtrat, Gemeinderat und Stadtpräsidium statt. Alle Ergebnisse finden sich online.

Leider erlebte Langenthal einen Rechtsrutsch. Im Stadtrat konnte die SP-Grüne-Faktion bis jetzt zusammen mit GLP-EVP 20 Stimmen vereinen. Neu werden wir nur noch 18 Stimmen gegenüber 22 bürgerlich-rechts gegenüberstellen:

Parteien2020-20242025-2028
SP1010
Grüne43
GLP43
EVP22
FDP99
JLL11
SVP1011
Liste 491

Im Gemeinderat bildet sich leider selbes ab:

Partei2020-20242025-2028
SP22
Grüne10
FDP22
SVP23

Und nun zu meinen Ergebnissen:

Als Stadträtin wurde ich mit 1133 Stimmen wiedergewählt und ich bedanke mich herzlich fürs Vertrauen!

Theoretisch wurde ich als Gemeinderätin gewählt mit sagenhaften 1072 Stimmen und wäre somit auf dem vierten Sitz der gewählten Gemeinderät*innen platziert worden. Doch leider führte das Wahlregement unserer Satdt dazu, dass ich nicht in den Gemeinderat einziehen darf, da unser Stapi der SP-Liste zugewiesen wird. Schade.

Art. 51 Verdrängung

Wird die gewählte Stadtpräsidentin bzw. der gewählte Stadtpräsident nicht gleichzeitig in den Gemeinderat gewählt, erfolgt die Verdrängung von gewählten Gemeinderatsmitgliedern wie folgt:
a. Ist die gewählte Stadtpräsidentin bzw. der gewählte Stadtpräsident nach Artikel 49 Absatz 2 einer Gemeinderatsliste zugehörig, welche mindestens einen Sitz erzielt hat, wird die Person auf dieser Liste verdrängt, die mit den wenigsten Kandidatenstimmen gewählt worden ist;
b. Ist die gewählte Stadtpräsidentin bzw. der gewählte Stadtpräsident keiner Liste zugehörig oder erzielt ihre bzw. seine Liste keinen Sitz, wird das in den Gemeinderat gewählte Mitglied verdrängt, dessen Liste bei der Verteilung der Sitze nach Artikel 61 Absatz 1 pro Sitz am wenigsten Stimmen erhalten hat und das von den Gewählten seiner Liste die geringste Stimmenzahl erzielte.

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Kultur im Stöckli Medien über KIS

Zehn Jahre voller kreativer Erlebnisse

Den Artikel kannst du auch online direkt beim Unter Emmentaler lesen:
https://unter-emmentaler.ch/news-details/zehn-jahre-voller-kreativer-erlebnisse.html

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2024 Politik Wahlen

Warum solltest du mich in den Gemeinderat wählen?

Meine politischen Schwerpunkte liegen in der Kulturlandschaft, im Stadtraum und in der Integration und Inklusion.

Kultur und Sport

Kulturförderung: Das schmale Budget für die direkte Projektförderung reicht nicht aus, um professionelles Kunst- und Kulturschaffen auch nur ansatzweise auszufinanzieren. Es muss mehr Budget her! Es sollen Anreize geschaffen werden in Langenthal professionell Kunst zu schaffen: Finanzierung, Sichtbarkeit, Anerkennung, Vernetzung. Langenthal ist eine Kulturstadt!

Kunstförderung: Es braucht Anreize und Subventionen für junge Musik- und Kunstschaffende. Wir sollten danach streben, in Langenthal grosse Namen aus dem Kunstschaffen zu beheimaten.

Mietzinsreduktionen: Soziale und kulturelle Einrichtungen sollen Mietzinsreduktionen- oder erlass erhalten, damit sie sich mit ihrem Budget auf ihr Angebot konzentrieren können!

Sport: Frauen- und Mädchensportförderung wird als Fokus gesetzt! Und es bedarf einer regionalen Sportstättenplanung.

Kunstsammlung: Die Öffentlichkeit versteht, welche Schätze in der städtischen Kunstsammlung lagern. Die Sammlung wird digitalisiert, es wird ein Ausleihsystem etabliert und mehr Werke werden in städtischen und privaten Institutionen präsentiert.  

Verwaltung: Mehr Personalressourcen dem Amt für Bildung, Kultur und Sport. Drei derart wichtige Bereiche verdienen genügend Personal, um auch innovativ und visionär agieren zu können.

Finanzen: Teuerungsausgleich wird automatisiert und vollumfänglich im Budget berücksichtigt, ohne zu Lasten anderer Positionen zu gehen.

„Unsere Entscheidungen von heute sind die Lösungen von morgen!“
Setze mich 2x auf deine Liste 2 für den Gemeinderat. Meine Nummer: 0203
Integration und Inklusion

Einbürgerung: Menschen, die im Rahmen der erleichterten Einbürgerung für die 3. Generation eingebürgert werden können, erhalten Gebührenerlass. Die Stadt kontaktiert die spezifische Zielgruppe, motiviert und animiert zur Einbürgerung. Die Einbürgerungsprozessw sind verständlich, transparent und würdevoll.

Mehr Frauen: In Politik, in Leitungspositionen in der Verwaltung und in der öffentlichen Wahrnehmung fehlt es an Diversität. Langenthal braucht einen exklusiven Netzwerkevent für FINTAs aus Wirtschaft, Politik, Kultur, Sport und Bildung. Für echte Schwesternschaft!

Generationenübergreifende Begegnungsräume: In der Marktgasse fehlt es an Spielmöglichkeiten für Kinder. Die vorhandenen Treppen, Neigungen und Flächen könnten z.B. gut für eine Rutsche verwendet werden.

Jugend-Flucht: Junge zieht es weg aus Langenthal. Für eine durchmischte Stadtgemeinschaft bedarf es attraktiver Wohnmöglichkeiten und vielfältiger Ausgeh- und Freizeitangebote.

Inklusion: Der Stadtraum und alle öffentlichen Institutionen sollten auf ihre Zugänglichkeit überprüft werden. Die Erweiterung unserer Infrastruktur für Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigung oder Behinderung muss selbstverständlich sein. Akteur*innen in Kultur und Sport erhalten Weiterbildungsangebote für mehr inklusive Veranstaltungen und Angebote. So dass alle Menschen teilnehmen können, sowohl inhaltlich als auch infrastrukturell.

Einfache Sprache: Verwaltung, Politik und städtische Institutionen führen in ihrer Kommunikation die einfache Sprache ein. So dass alle verstehen, worum es geht.  

Vielfalt: Vereine, Netzwerke und Institutionen können diverser sein. Wie erreichen sie ein neues Publikum? Sie werden darin weitergebildet, unterstützt und gestärkt.

Natur und Gesundheit

Langete: Das ist unser Naherholungsgebiet! Unsere lokalen Gewässer müssen sichtbarer und zugänglicher werden. Hier fliesst noch ungenutztes Potential!

Dächer: Die Dachflächen müssen für erneuerbare Energieproduktion und als Anbauflächen genutzt werden.

Neophyten: Die Stadt ersetzt Neophyten durch heimische Pflanzen, sowohl im öffentlichen als auch im privaten Raum. Die Bevölkerung wird im Austausch unterstützt.

Pflanzliche Ernährung: Schul- und Firmenkantinen sowie öffentliche Institutionen werden motiviert vermehrt pflanzenbasierte Menüs und Snacks anzubieten. Für die Gesundheit, die Umwelt und gegen Speziesismus.

Raum und Mobilität

Öffentlicher Raum: Die mobile Begrünung ist bereits ein Erfolg. Da geht noch mehr: der öffentliche Raum muss zugänglicher werden, den Lansgamverkehr in den Fokus nehmen und ein Sicherheitsgefühl befördern.

Mediterrane Nächte: Die Beizen sollen nicht nur an spezifischen Daten im Sommer verlängerte Bewirtung der Aussenterrassen machen können, sondern im Sommer durchgehend.

Sicherheit: Niemand soll nachts Angst haben. Es gilt insbesondere Barpersonal zu schützen, das nach der letzten Runde heim will.

WCs: Die öffentlichen WC-Anlagen bedürfen einer Sanierung und Ergänzung in Sachen Zugänglichkeit.

ÖV: Die lokalen Busverbindungen sollten für Betreuungspersonen mit Kinderwägen, Menschen mit Rollatoren sowie Menschen mit Mobilitätseinschränkungen kostenlos sein. Die, die darauf angewiesen sind, sollen in der Nutzung unterstützt werden.

Verkehrsfrei: In der Stadt wird ein jährlicher, verkehrsfreier Tag eingeführt. Der Stadtraum wird zur grossen Begegnungs- und Spielmeile. Der Springbrunnen von Arnold Sägesser beim Migros, wird zu diesem Anlass aktiviert.

Velowege: Die Kinder des Kinderbüros verlangen sicherere Velowege. Mehr Distanz zu Autofahrer*innen kann baulich erreicht werden. Ausserdem muss ein Auge auf die 20er Zonen gerichtet werden, wo meist nicht so Auto gefahren wird oder Vortritt dem Langsamverkehr gegeben wird, wie gut wäre.

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2024 Politik Wahlen

Meine Kandidatur für Gemeinderat (neu) & Stadtrat (bisher) 2024

Unsere Entscheidungen von heute sind die Lösungen von morgen!
Setze mich 2x auf deine Liste 2 für den Gemeinderat. Meine Nummer: 0203

Als Gemeinderätin werde ich mich für ein nachhaltiges Kultur- und Vereinsleben einsetzen: Infrastruktur, Finanzierung, Publikumsentwicklung. Transparente und vereinfachte Einbürgerungsprozesse sind mir wichtig, denn so werden wir den Anteil an Stimm- und Wahlbeteiligung erhöhen. Meine Vision von einer generationenübergreifenden, konsensorientierten und agilen Stadtgemeinschaft werde ich als Teammitglied im Gemeinderat leben und mit meinen Prozess-, Führungs- und Projekterfahrungen vorantreiben.

Mein Lieblingsgetränk: Am liebsten geniesse ich ein Set – Carajillo und Bier – umgeben von meinen Lieblingsmenschen in der FahrBar, engagiert in Diskussionen zur Lokalpolitik oder in abenteuerliche Ferienberichte vertieft. 

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2024 Politik Wahlen

Gesamterneuerungswahlen Langenthal 2024

Am 27. Oktober 2024 werden in Langenthal ein neues Parlament und eine neue Regierung für die Legislaturperiode 2025-2028 gewählt: Die SP Langenthal tritt mit der Liste 2 an. 40 Kandidat*innen stehen für den Stadtrat zur Verfügung, 5 SP und 2 Grüne für den Gemeinderat.
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Ausgaben Kultur im Stöckli Rückblicke

10 Jahre Kultur im Stöckli

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Medien über meine Politik

Bericht zur städtischen 1. Augustfeier 2024

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Politische Arbeit

1. August 2024: Rede an der städtischen Bundesfeier

Grüessech mitenang

Dr 1. Ougust isch e Tag zum fiire. Mir fiire d’Vöouhfauht, Begägnige, Gmeinschaft, d’Politik und ganz augemein s’Läbe i üsere wunderschöne und sichere Schwiz. Aber während mir hie fridlech chöi zäme si, erläbe Mönsche ufdr Flucht Pushbacks und Gwauht a Gränzene. I föoune Länder herrsche Chriege, wäge Diktatore und autoritäre Herrscher, wäge Religion, Gäud, Rohstöff und Land. D’Schwiz isch sit fasch 200 Johr Chriegsfrei. E Tatsach wo nur wenigi Staate mit üse teile. I stöue e These uf, worum mir solang friedlech u ohni Chrieg si uscho: Ir Schwiz läbe nämlech öppe 2.4 Millione Usländerinne ir ständige Wohnbevöukerig. Das isch öppe e Viertu vor Schwizer Wohnbevöukerig. Vode 6.5 Millione Schwizer*inne hei 20% e Doppubürgerschaft, auso none zwöiti Nationalität. I gloube, dass die spannendi und vöoufäutigi Zämesetzig vor Bevöukerig dezue bitreit, dassmer äbeh friedlech zäme läbe, dassmer enang respektiere und ufenang ufpasse. Ir Schwiz lehremr föu Härkünft, Kulture u Geschichte kenne. Mir lehre vonenang, übernäh Ateile us angerne Kutlure, verschmöouzes mit schwizer Traditione und kreiere so e Wouhfüeuh Gsöuschaft, im beste Fau für aui.

Hüt morge hani dörfe im Haslibrunne schone Asproch zum 1. Ougust haute. I ha dört überd Gmeinschaft gredt. I betone das so, wöui dr Iidruck ha, dassmer bids d’Gmeischaft, s’Gmeinschaftsgfüueh und s’Gmeinwoh usde Ouge verlüre i üsere Gsöuschaft. Mir fördere Vereinzelig, betone s’Eigete, s’Einzige unds «Miis», statt s’Gmeinsame und «üses». Debi isch dr Grund füre 1. Ougust jo äbeh grad d’Gmeinschaft. Statt allei, gsschider zäme. Statt nur für sich luege, gschidr ufenang. I wünschemer, dassmer wider meh üs ufs Gemisname besinne und Gmeinschafte und Begägnigsrüm sueche und fördere. S’Haslibrunne isch wiene Swiss Minature für mih. Dört böoudet sech ou Vöouhfauht vor Gsöuschaft ab, einige bruche Ungerstützig vom Pflegpersonau, angeri weniger, wie ou ir grössere Schwitz, einige meh Ungerstützig vom Staat bruche.

I möchte d’Schwitz hüt defür fiire, dass si vöouhfäutig isch, mir fridlech chöi zäme läbe und dr 1. Ougust e Momänt vor Geminschaft ermöglecht. Für mi isch dr Erschd Ougust e Tag zummi vergägewärtige, wie wunderschön üsi Natur zum Bispöuh isch. Wie sicher, zmingst düre Dag, üsi Städt si. Wie guet üses Böudigs- und teilwis ou Gsundheitssystem isch. Verbesserigspotentiau gids mire Meinig noh aber gnueh:

mir bruche e Einheitschrankekasse, meh öffentlechi und bezauhbari Chinderbetreuig, meh Finanze ir Kultur, transparänti und vereifachti Ibürgerige, weniger Fleischkonsum und e Individuaubestürig, um nur es paar Momänte znenne.

S’tolle ar Schwitz isch, das die Voujährige vode 6.5 Millione Schwizerinne s’Stimm und Wauhrächt hei und genau über so Sache chöi abstimme. Das si öppe 5.5 Millione Erwachsni mitme Schwizerpass. Devo geit aber nidmou d’Höoufti go abstimme und wähle. Das heisst auso, dass bire Gsamtbevöukerig vo 8.7 Millione gradmou 2.3 Millione göh go wähle und abstimme. Es isch auso öppe nume e Viertu vor sässhafte Schwizer Wohnbevöukerig, wo für aui Entscheide fäuht und mitbestimmt. Dass das nid repräsentativ isch, isch klar.

Am 1. Ougust fiiri üses politische System mitme lachende undme grännende Oug. Üses System loht Mitbestimmig und Iifluss zueh, aber de doch leider nume für Einige und die widerum dües när nid aui nütze.

Löhtnis dorum im Herbst hie z’Langethau es Gägebispöuh si. Wie dir sicher scho wüsst, steitnis wider e Wauhkampf bevor. 4 vo 7 Gmeindrotssitze wärde nöj bsetzt und ou im Stadtrot gids sicher Veränderige. Die chöit dir mitbestimme, idämdr göht go wähle. S’Parlamänt und d’Regierig söue schliesslech e sAbböud, e Querschnitt vor Langenthaler Bevöukerig si. I bitte auso aui, wo chöi, dassdr wählet und öjes Umfäud animieret, das ou zmache.

Bevord Wahle si, heimer none Abstimmig z’Langethau. Nämlech chöme die beide Leistigsverträg vor Bibliothek Langethau und vom Stadttheater Langenthau vors Vouk. Au vier Johr wärde dVerträg mitm Kanton und dr Region nöj gmacht. Ou das isch es Sterchi vor Schwitz. Dr Staat förderet nämlech kulturelli Institutione und kulturells Schaffe, är grift aber nid id Inhäut ih und respäktiert d’Kunstfreiheit.

Wo dr Staat aber muess igriffe, isch bi Hass und Gwauht. Dass die jungi Tat und angeri rächstextremi Gruppe sichtbarer und aktiver wärde, macht mir und hoffentlech öich aune Sorge. Dr Faschismus isch i föoune Länder lüter, nöcher und gfährlecher worde. Ouz Langethau fauhe bispöuswiis vermehrt faschistischi, mönschefeindlechi und rächstextremi Chläber uf. Dorum, löhtnis hie einisch und für immer festhaute, Faschismus het in Langethau ke Platz. Faschismus het am 1. Ougust kei Platz. Faschismus het ir Politk kei Platz. Dorum, löhntnis fridlech lo fiire und göht go wähle. Danke.

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Politische Arbeit

1. August 2024: Rede im Haslibrunnen

Grüessech mitenang

Härzleche Dank fürd Iladig zur 1. Ougust-Fiir hie im Haslibrunne. S’Haslibrunne isch e immens wichtigi Institution in Langethau. Nid nume, wöusi ihrem Zwäck entsprächend Wohne und Pflege für Mönsche im Ruhestand mit höchstem Standard ermöglecht, sonder wöusi Begägnie schafft, generationenübergrifend dänkt und agiert und meh isch, aus es klassischs Autersheim. Umso meh hetsmi gfröit, dassi bi agfrogt worde hie härezcho.

Ou hüt wider hets Haslibrunne gschafft, e Vöuzauh vo Mönsche a dä 1. Ougust Brunch zlocke und zämezbringe. Für die Zit ids, simer e mehr oder weniger zuefäuigi Gmeinschaft, mir löhnis ufenang ih, mache schöni Erläbnis und näh hoffentlech gueti Erinnerige mit. Die Zuefäugi Gmeinschaft isches, wo mir am 1. Ougust wichtig isch.

Gmeinschafte, Communities sis wos Haslibrunne starch mache. I stöue mir s’Haslibrunne echli wiene WG vor, wo Mönsche i ähnlechem Auter zäme läbe und so e Gmeinschaft böude. Dir chöit hie ufnang ufpasse, öich gägesitig ungerstütze, vonang lerne, aber heit ou öji Rückzugsmöglechkeite. Eigentlech ischs Haslibrunne e Swiss-Miniature. Jedes het sis Plätzli aber ou Ruum für Begägnig und Ustusch. U wie ou süsch i üsere Gösuschaft, bruche döu bids meh Ungerstützig aus angeri. S’Haslibrunne aus Swiss Miniature isch es schöns Bispöuh fürne Gmeinschaft.

I betone das so, wöui dr Iidruck ha, dassmer bids d’Gmeischaft, s’Gmeinschaftsgfüueh und s’Gmeinwoh usde Ouge verlüre i üsere Gsöuschaft. Mir fördere Vereinzelig, betone s’Eigete, s’Einzige unds «Miis», statt s’Gmeinsame und «üses». Debi isch dr Grund füre 1. Ougust jo äbeh grad d’Gmeinschaft. Statt allei, gsschider zäme. Statt nur für sich luege, gschidr ufenang. I wünschemer, dassmer wider meh üs ufs Gemisname besinne und Gmeinschafte und Begägnigsrüm sueche und fördere. Schön, sit dir hüt aui do, um fürne Zit e Gmeinschaft z’si.

Natürlech, e Gmeinschaft si, bedütet nid, dassme gäng dr gliche Meinig muess si, s’gliche ässe sött gärn ha oder dr glich Läbensentwurf sött verfouge. Umso wichtiger isches, dassmer ufdr Basis vor Gmeinschaft, es System het, wod Vöoustimmigkeit zueloht, abhout u ifoht. Üses politische System erloubt das, fürne usgsuechti Gruppe.

Gärn möchti uf zwöi wichtigi politischi Momänte usdr letzte Zit igoh.

Im Novämber 2021 isch d’Pflegeinitiative agnoh worde. Das isch die ersti gwärkschaftlechi Initiative gish, wo je isch agnoh worde. Ufd Umsetzig vode Forderige nach bessere Usböudige, Arbeitsbedingige und Witerentwickligsmöglechkeite im Pflegbruef müessemer leider no bids warte. I hoffe aber fest, dass de grad ous Pflegpersonau hier im Haslibrunne vode Massnahme cha profitiere. Dr Bruef muess attraktiv blibe, het me Wärtschetzig verdient und isch üsi Zuekunft. Mitm stigende Durchschnittsauter ir Gsöuschaft wärdemer no gäng wie meh agwise si ufd Mönsche i Pflegbrueüf. A dere Stöu, merci föouh mouh für öji Büez.

Aber nid nume dä Teil vode Mönsche hier im Haslibrunne erläbt Verbesserige. Dä Früehling isch die 13. AHV-Ränte agnoh worde. Si ermöglecht föune Mönsche im Ränteauter wo im Präkariat läbe, bids meh Sicherheit und Stabilität. Wöu grad nachme ereignisriche und voue Läbe ir Bruefswäut, ir Sorgearbeit oder ou nachme aktivistsiche Läbe, söttme grad nid müesse jede Rappe umchehre, sondern unbedingt die verblibendi Zit ganz genau so isetze chönne, wies eim dient. I hoffe auso, dass d’ Bewohner*inne im Haslibrunne vor 13. AHV chöi Gebruch mache.

Villech mögeternech ou chli ad Debatte im Abstimmigskampf erinnere. Eingie hei gseid, si lehne die 13. AHV Ränte ab, wöu sis nid bruche. Aber wemer nume mit dere Istellig würde Politik mache, Gsöuschaft witerentwickle und Veränderige wöue asträbe, blibemer stoh. Mir dörfe debi nid nume drah dänke, was mir dient, sondern was föoune dient. Und mir söue ou nid dänke, «dasses jo scho immer so sig gsih» oder «dassme die und die Verbesserig ou nid gha heig, auso söues ids angeri ou nid ha». So chömemmr nid witer. Und do chunt dr generationeübergrifend Ustusch is Spöou. Es schafft Verständnis fürd Sroge vor hüttige Jugend und fürd Burn-Outs vode Milenials und dLäbeserfahrige vode Babyboomer und öutere Generatione.

Begägnisrüüm heimer mehrerei im Stadtzäntrum. Nid nume hies Haslibrunne, sondern ou sit däm Summer mobili Begrüenig mit Sitzglägeheite. E Vorstoss vode SP-Grüene Fraktion. Es isch so schön z’gseh, wie verschidini Lüt uf dene Houezlemänt chille, rede, picknicke, Chinder wickle, umeturne undse so zu ihrne mache. E Vöufauht vor Gsöuschaft wird so sichtbar. I hoffe, dass ou d’Bewohnerinnen vom Haslibrunne die tolle Houzelemänt schätze undse bruche.

Mir isch aber ou bewusst, dass s’Stadttzentrum nid num zuegänglech isch. Es het für Mönsche mit igschränkter Mobilität fei e chli Hürdene und Umwäge. I hoffe mir chöi in Zukeunft dr öffentlech Stadtruum inklusiver gstaute. Mit mehr Begägnisrüüm chöimer nöji Wäge goh, zrugg zure Gmeinschaft.

Ous Halsibrunne isch nöji Wäge gange mit däm spannende Nöjbou hie. Wahrschinlech ischs ou für mängi Bewohnerin e nöje Wäg, wo beschritte wird, sobaudme hie häreziet, i die Swiss Miniatur WG. E Nöje Wäg, Nöjland oder aber ou e Nöjstart. Es isch es wichtigs, villech s’ledschde Kapitu im Läbe, hie dörfe zwohne und zur Rueh cho.

I setzemi säuber föouh mitm Thema «Pouse mache» usenang E Pouse mache isch nid nume öpiss passivs, oder Fulänze. Pouse mache cha ou sehr aktiv si, z.B. Sport mache, Mölele, Gärtnere, soziale Ustusch ha. Für jedes vo üs isch Pouse mache öpiss angers. Houptsach d’Situation erloubt eim obe abezchoh und sech z’entspanne. SpHasliburnne cha ou meh si aus nur es Vorböud fürnes akitvs Läbenskapitu, sondern ou fürs Pouse mache us gniesse. I stöeuemr vor, dassme hie cha zur Rueh cho; ändlech Pouse mache, weme das wott; nöji Hobbies lerne; Fründschafte schliesse; huufe Spaziergäng mache und im beste Fau das Kapitu hie im Haslibrunne aus Nöjstart im eigete Läbe erläbe, wöu hie fingt jo bekanntlech s’Läbe statt.

E Nöjstart wird Langethau das Johr ou erläbeh. Im Oktober wird wider gwäuht. 4 vo 7 Gmeindrotssitze si nöj z’Bsetze und ou im Stadtrort wirds Veränderige gäh. E Chance fürne Nöjstart. A dere Stöu möchti öich bitte, göht go wähle. Düet öjes Umfäud animiere zwähle. Mir fiire hüt dr erst Ougust, aus Gmeinschaft, generationeübergrifend. I möcht d’Schwiz hüt ou defür fiire, dass mängi vo üs, dörfe wähle. Mini Bitt a öich isch auso, dassdr im Herbst vo öjem Wauhrächt Gebruch machet.

Weimer es Wettkämpfli drus mache? jedes vo üs hie ine, wird ei witeri Person animiere und motiviere, z’wähle. Das wär toll! Wöui nid nume s’Haslibrunne söu e Swissminiature dörfe si, sondenr ous Parlamänt und Regierig sötte eini si. Nämlech es Abböud, e Repräsentanz vor Vöoufauht vo Langethau.

Dr 1. Ougust isch e Tag zum fiire. Mir fiire d’Vöouhfauht, Begägnige, Gmeinschaft, d’Politik und ganz augemein s’Läbe i üsere wunderschöne und sichere Schwiz, i üsem wunderschöne und sichere Langethau.

Merci föouh mouh fürd Iladig und öji Ufmerksamkeit.

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Musikfest im Keller 2024

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Politik Politische Arbeit

1. August 2024

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Kultur im Stöckli: Ausgabe 22

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Politische Arbeit

Rede 1. Mai 2024

Heute muss ich keiner Lohnarbeit nachgehen. Da ich in Zürich angestellt bin, habe ich das Glück in einem der wenigen Kantonen in der Schweiz zu arbeiten, die den 1. Mai als freien Tag gesetzt haben. Der 1. Mai wäre offiziell ein Ruhetag. Doch gerade am 1. Mai ruhen wir nicht. Es ist der Feiertag der Gewerkschaften, Sozialdemokrat*innen und Arbeitnehmerinnen.

Gerade in Zürich, nutzen viele diesen freien Tag, um auf die Strasse zu gehen, laut zu sein, zu fordern. Richtig so. Der 1. Mai ist ein Kampftag für bessere Arbeitsbedingungen, gegen den Kapitalismus und für ein Leben, das sich lohnt. Es ist wichtig und richtig, dass der 1. Mai für diese Anliegen genutzt wird.

In Langenthal versuchten wir im Stadtrat 2019 vergeblich während der Revision des Personalregelements wenigstens einen halbe Ruhetag für die Angestellten der Stadt zu erwirken. Auch in Bern ist der 1. Mai kein freier Tag. Das heisst also, dass 1. Mai-Feiern und Märsche an Randzeiten gedrückt werden, nach der Arbeitszeit noch obendrauf gesetzt werden, einen Mehraufwand fordern oder von Arbeitnehmer*innen den Einsatz eines Ferientags abverlangen.

Ja natürlich, das ist ein Preis, den wir zu zahlen haben, wenn wir Veränderung wollen. Wir haben uns dafür entschieden, unsere Zeit und Energie einzusetzen, um Verbesserungen zu erwirken, jenen Stimme geben, die weniger Möglichkeiten haben. Wer fehlt denn hier zum Beispiel an der 1. Mai Feier: Menschen in Schichtbetreiben und aus dem Dienstleistungssektor. Diese Menschen sind oft strukturell ausgeschlossen aufgrund ihrer Arbeitszeiten, die sich dann auch noch in einem Niedriglohsegment bewegt. Für jene, müssen wir laut sein.

Am 1. Mai wird ein Ungleichgewicht bewiesen. Während Arbeitnehmer*innen in Zürich am 1. Mai auf die Strasse gehen können, lassen Aktionär*innen ihr Geld für sich arbeiten und Multis können Bonis kassieren, währende land auf landab an den meisten Orten gearbeitet werden muss. Übrigens ist auch hier die Schweiz wieder total ab vom europäischen Konsens: unsere Nachbarländer machen alle am 1. Mai frei.  

Ich bin der Meinung, wir sollten nicht nur tiefere Prämien und höhere Löhne fordern, sondern auch fordern, dass der 1. Mai ein schweizweiter Feiertag ist. Es wäre nicht der erste solche Versuch. Ein freier Tag für alle, hat den Vorteil, dass ihn jede Person so einsetzen kann, wie es ihr dient.

Heute ist für einige ein freier Tag, den sie für sich nutzen, um einem Hobby nachzugehen, mit Familie Zeit zu verbringen oder im Garten aktiv zu sein. Für andere ist es ein Tag des Aktivismus, des Zusammenkommens, um zu fordern und sich zu verbünden. Beides hat seine Berechtigung und beides ist enorm wichtig.

Wer sich Zeit nimmt für sich, bleibt gesünder. Krankenkassenprämien würden weniger steigen, da weniger Arztksoten anstünden. Der 1. Mai könnte also auch ein Tag des Gesundwerdens sein. Gesunde Arbeitnehmer*innen stecken der Pharma- und Versicherungslobby weniger Geld in den Rachen.

Der 1. Mai kann auch ein Tag des Nichts Tuns sein. Aktivismus kann auch im Nichts-Tun bestehen, denn was stört den Kapitalismus mehr als Menschen, die nicht endlos produktiv sind und konsumieren?

Wir sollten also jenen dankbar sein, die zu sich schauen, frei machen und nichts tun an einem solchen Tag wie heute. Und genauso sollten wir jenen dankbar sein, die heute aktiv sind, sich einsetzen und fordern. Jeder das ihre.

Umso wichtiger ist es, dass jene, die sich einsetzen, nicht ausbrennen. Es ist ein bekanntes Muster, dass jene, die schon was machen, die bereits aktiv sind und ihre Zeit und Energie z.b in die Politik investieren, oftmals für weitere Aufgaben angefragt werden. Es scheint leichter, da ein JA zu holen, als bei solchen, die noch nicht aktiv sind. Doch diese JAs sind tückisch. Nicht alle kennen ihre Grenzen, nicht alle könne auch mal Nein sagen. Da sehe ich die Verantwortung auch bei jenen, die fragen, einzuschätzen, ob das sinnvoll ist, ein weiteres JA einzufordern.

Den Aktiven wünsche ich mehr Mut zum Nein sagen, wenn nötig, mehr Selbstschutz, mehr Zeit für sich. Denn wenn wir die, die aktiv sind, ausbrennen lassen, wer bleibt dann übrig? Wir müssen Sorge tragen, zu jenen die aktiv sind. Wir müssen sie fördern, statt fordern. Wir müssen DANKE sagen. Wir müssen ganz konkrete Massnahmen verfolgen, wie z.B nur notwendige und dann effiziente Sitzungen zu führen. Wir müssen nachfragen, ob Unterstützung gebraucht wird, wir müssen uns gegenseitig stützen, die unterschiedlichen Energielevels akzeptieren und ausgleichen, so dass wir nicht ausbrennen und dass wir zusammen Veränderung für viele bewirken können!

Wie wir wissen, ist die Freiwilligenarbeit ein massgeblicher Bestandteil einer funktionierenden Gesellschaft. Uns liegen Daten des Bundesamts für Statistik von 2020 vor. Frauen leisten durchschnittlich 1,5 Stunden freiwilligen Arbeit pro Woche, Männer 0,9 Stunden. Ein Unterschied lässt sich auch im Alter feststellen: Frauen zwischen 55 und 74 Jahren leisten 2,9 Stunden Ehrenamt während Männer im selben Alter zwischen 1,3 und 1,9 Stunden aufbringen. Jüngere leisten zwischen 0,5 und 1,2 Stunden, auch da die Frauen mehr. Frauen, die noch immer den Grossteil von unbezahlter Sorgearbeit leisten und im Beruf weniger verdienen und schlechter abgesichert sind, leisten auch noch den Grossteil der unbezahlten freiwilligen Arbeit. Gleichzeitig sind Frauen doppelt so häufig wie Männer von psychischen Erkrankungen betroffen. Da besteht offensichtlich ein Zusammenhang.

Das Engagement in der Freiwilligenarbeit geht jedoch seit einigen Jahren zurück. Es braucht nicht nur in der Lohnarbeit, sondern auch in der Freiwilligenarbeit ein Umdenken, einen Systemwechsel. Wollen wir die Generation Z als Nachwuchs für die so wichtig freiwilligen Arbeit nicht verlieren, müssen wir ein ihnen entsprechendes anderes, neues Selbstverständnis leben, zu sich zu schauen, vorsichtig Energie zu investieren und nein zu sagen. Wir müssen die Art und Weise, wie wir Aktivismus und Politik neben Lohnarbeit betreiben, neu denken.

Ich wünsche mir, dass die Freiwilligenarbeit, die geleistet wird, nicht mehr für selbstverständlich befunden wird, sondern mehr Anerkennung erhält. Wir müssen den aktiven Menschen öfter DANKE sagen und sie aber auch auffordern, frei zu machen.

Auch wenn wir heute im Vergleich zu vor 100 Jahren weniger arbeiten und faktisch mehr Freizeit hätten, ist jedoch das Tempo, die Technifizierung und die Menge an Reizen, Anforderungen und Ausgaben gestiegen. In weniger Zeit, muss mehr rein passen. Alles muss schneller und noch mehr sein. Produktivität auf Kosten der Gesundheit, ist normal. Ohne eine radikale Veränderung unserer Arbeitsmoral und unserm Verständnis von freien Tagen, richten wir uns langsam aber sicher zu Grunde, ob mit oder ohne Extraaufwand für Politik und Aktivismus! Wir brauchen nicht nur bessere Arbeitsbedingungen, sondern bessere Freizeitbedingungen! Freizeit rauf, Prämien runter, Löhne rauf!

Wie immer gilt, nicht alle können es sich leisten, nicht alle haben dieselben Möglichkeiten, nicht oder weniger zu arbeiten. Gerade Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen haben selbstverständlich keinen Kopf für Aktivismus und Ehrenamt. Und das muss sich ändern.

Frei machen, sollte nicht Verzicht bedeuten. Es sollte nicht im Vordergrund stehen, dass der Schweizer Wirtschaft ein Feiertag 600 Millionen kostet, sondern dass Arbeitnehmer*innen ausgeglichener, gesünder und glücklicher sind. Frei machen muss normal sein und nicht erst dann, wenns brennt, sondern, um gesund zu bleiben! Jede sollte es sich leisten können, Teilzeit zu arbeiten und mehr Freizeit zu haben.

Aber Freizeit ist nicht gleich freie Zeit. Einige nutzen sie für sich, gut so! Viele leisten unbezahlte Sorgearbeit. Und andere nutzen sie für Ehrenamt, super! Fakt ist, wir sollten uns nicht zwischen dem einen oder andern entscheiden müssen.  Darum brauchen wir flächendeckend eine 4-Tage Woche, 6 Wochen Urlaub und dann irgendwann das bedingungslose Grundeinkommen!

Der 1. Mai ist also auch ein Tag des Freimachens! Und ein Tag des Danke sagens! Danke!

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Kultur im Stöckli: Ausgabe 21

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Interview mit der neuen Stadtratspräsidentin

Die Kommunikationsverantwortliche der Stadt Langenthal führte zu Beginn meines Präsidiumjahrs ein Interview mit mir: https://www.langenthal.ch/aktuellesinformationen/2069596