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J1–3

J1

Sieben Grad, steiler Wind

(man sieht auch Handschuhe)

Sommer in Finnland

Sonntag, so richtig

Montage vieles noch zu

 

Abends dann doch in der Kneipe

Musik der 80er

Frauengruppen, kreischen

Singles die knutschen, torkeln, zu wem gehen sie wohl?

 

70-jährige Herren

setzt sich zu uns

Eiskochey und er sei ja kein Rassist

Muss noch Schnaps kaufen, um die nächste Nacht zu überstehen

 

Der hinter der Bar rennt, als wär’s Wochenende

Viele Geschichten, die gleichen Gebäude

Im Hafen tanzt man und

das Schiff fährt nur mit mindestens 10 Passagieren

 

Flyer für die Pilzsammel-WM

Kaffee supplement und kein Lächeln

Halb elf, Nachts – man trägt Sonnenbrille

Morgen raus, 7 h Arbeitstage

 

Nordkarelien, nahe der Grenze.

 

J2

Man beginnt mit Kaffee

Vor Feierabend hatte man schon 7

Dann essen im Restaurant, Nachts ein Club

 

Wo man in Joensuu denn den Spass fände – ach heute nicht, sie ist gerade in der Nachbarsstadt

 

Möwen, ohne Meer

Mücken ohne Blut

Hier will man seine Asche verstreut sehen

 

Dieses Jahr war Sommer am letzten Samstag zwischen 17 und 18 Uhr in Rauma

 

Dicke Menschen, farbige Haare, Socken in Sandalen

Und ab und zu ein Goth

– und Russen

 

man fischt

nach Sonnenschein

Liebe

und Pfandflaschen.

 

J3

Sibelius kam um die Ecke

Niemand hört zu.

 

Mit Filzpantoffeln rennt man über den Hof

Es hat gestürmt

Spät kommt die Sonne

– geht nie unter.

 

Kleiner Samstag

Um 21 Uhr PoprockJam

Einsame Männer sitzen an der Bar

Dazwischen immer ein freier Hocker

Lederhüte, Dauerwellen und Sonnenbrillen

 

Und der neben mir, der schläft

Jungs die alleine Zeitung lesen

50+ Girls mit Schwänzchen

 

Die Band spielt

„extra melancholisch für das finnische Saufvolk“ tönts

Junges Paar versucht sich am Spielautomaten

Altes Paar schwelgt in Erinnerungen

Barkeeper hat’s nicht nötig.

 

Mittwochs in Nordkarelien. Zeitlos.

 

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Schauspiel Theater Vergangen

Eindrücke zu „Emilia“

Fotos: Isabella Joss, 2016

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Keller Medien über KIS Medien über meine Projekte Schauspiel Vergangen

Bericht zu „Emilia“ in der BZ

BZ BEricht Galotti

BZ 6.6.16

 

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Keller Projektmitarbeit Werk

KIS – Ein Jahr

Vor einem Jahr öffnete Kultur im Stöckli die Kellertür im Sägesser-Stöckli an der Wuhrgasse 2 in Langenthal und ermöglichte vielen kreativen und talentierten Menschen zu zeigen, was sie können. Unzählige gute Gespräche, lange Nächte und abwechslungsreiche Veranstaltungen fanden im Keller statt und konnten miterlebt werden. Grosses Dankeschön allen, die sich in irgendeiner Weise am kulturellen Keller-Geschehen beteiligt haben. Am 20.5.16 feierten wir das ein jährige Bestehen mit einer Installation von Linda Leuenberger und Saima Sägesser. Diese künstlerische Geburtstagsfeier war gleichzeitig auch ein inoffizieller Beitrag während der Langenthaler Kulturnacht. Ca. 150 Besucherinnen und Besucher konnten begrüsst werden. Die Installation stiess auf grosses Interesse und Zuspruch. Dieser Abend läutete ein weiteres spannendes Jahr im Kultur-Keller des Sägesser-Stöcklis ein.

Fotos: L. Leuenberger/S. Sägesser

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Keller Prozess

Installation

Kultur im Stöckli wird jährig und das feiern wir. Alles fing an mit einer Installation von Urslé von Mathilde – heute begannen Linda Leuenberger und ich mit dem Aufbau unserer Installation für den 20.5.16.

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Keller

Doppelausstellung

Valerie Gurtner und Kathrin Flück zeigten ihre Werke am Freiatg 13.5 im Keller. Valerie gestaltet Menschen, während Kathrin sich im abstrakten, grafischen Bereich bewegt.
Der Kontrast beider Arbeitsweisen wirkte gut und zog zahlreiche Besucher und Besucherinnen an.

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Fotos: Saima Sägesser

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Keller Vergangen

Probewochenende

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Wir zeigen Emilia am 3. und 4. Juni. Jetzt reservieren: reservation@kitsch-theater.ch

 

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Schauspiel Theater Vergangen

Emilia

Eigenproduktion

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Senf Theater Vergangen

Sie spielen miteinander wie Katz und Maus

In der Uraufführung des Stückes «Die Besetzung» von Charles Lewinsky durch das Theater Überland überzeugten Andrea Zogg und Danielle Green.

Der Schauspieler Joachim Albrecht will sich erschiessen, denn dem Theater, das sein Leben bedeutet, sollen zwanzig Prozent der Unterstützung entzogen werden. Der Käse oder Schinken im Sandwich, wie er später erklären wird. Doch er gibt der Sache noch eine Chance. Er hofft, Paula Völlmer, die Vertreterin der Beratungsfirma, die der Stadt diese Kürzung vorgeschlagen hat, doch noch umzustimmen. Völlmer tritt dann gleich auf und zeigt erst einmal die kalte Schulter, als Beraterin und als Frau.

Zwischen dem alternden Schauspieler und der jungen Beraterin entspinnt sich ein spannendes Katz- und Mausspiel, bei dem im ersten Augenblick nie klar ist, ob die beiden nun eine Rolle in der Rolle spielen. Albrecht gibt als Profi seine Kunst als Erster zum Besten, indem er nicht nur in klassische Rollen schlüpft, um die junge Frau zu beeindrucken, sondern auch einen Herzinfarkt mimt, auf den die Frau prompt reinfällt.

Doch die Retourkutsche folgt sogleich. Nun spielt Völlmer lebensecht eine todkranke Frau, und Albrecht vergeht vor Mitleid. Wer am Ende Sieger dieses Zweikampfes ist, soll hier nicht verraten werden.

Viele Rollenwechsel, viel Text

Das Stück ist eine Herausforderung. Es ist nicht nur eine Menge Text zu bewältigen. Auch die ständigen Rollenwechsel erfordern eine hohe Konzentration. Dabei sollen das Rollen- und das Echtspiel der beiden Theaterrollen gleich überzeugend über die Rampe kommen. Dies gelingt Andrea Zogg und seiner Gegenspielerin Danielle Green hervorragend. Als Zuschauer fühlt man sich richtiggehend an der Nase herumgeführt, wenn sich zeigt, dass der Herzinfarkt des älteren Mannes oder die Tränen der jungen Frau nur Spiel im Spiel ­waren.

Spannend ist auch die Interaktion zwischen Mann und Frau. Da kommt zuweilen ein Hauch von Erotik auf, um gleich wieder weggewischt zu werden. Dass ihm die junge attraktive Frau gefällt und er sie nicht nur um des Theaters willen umgarnt, leuchtet sofort ein. Doch bei ihr ist man nie sicher, wie viel Kalkül hinter ihrem Ver-halten steckt. Dennoch scheint sie sich gegen Schluss für diesen einsamen Kämpfer zu erwärmen.

Jubelnder Beifall geht an alle

Zum Ende der Uraufführung von «Die Besetzung» des Theaters Überland jubelt das Publikum aus dem vollen Theatersaal nicht nur den beiden Darstellern und dem Team um Regisseur Reto Lang zu, sondern auch dem Autoren Charles Lewinsky selbst. Im Saal waren auch andere prominente Gesichter unter den Zuschauenden auszumachen, darunter etwa Franz Hohler. (Berner Zeitung, Prisca Rotzler Köhli, 2.5.16)

http://www.bernerzeitung.ch/region/oberaargau/sie-spielen-miteinander-wie-katz-und-maus/story/26792041

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Politische Arbeit Senf

1. Mai 2016

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Keller

Kristijan Paradzik und Trinkä u Zeichnä

Ein wirklich toller Abend, 22.4.16 im Keller des Sägesser-Stöckli, mit vielen guten Menschen. Ein kreatives Chaos, das seinesgleichen vergeblich sucht.

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Prozess

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Theater Vergangen

2016 – Die Besetzung

Zweite Regieassistenz beim Theater überLand CH-Autorentheater Langenthal in der Produktion Die Besetzung von Charles Lewinsky.

Uraufführung: 30.4.16 Stadttheater Langenthal

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Gesehen

Rechnitz

Rechnitz (Der Würgeengel) gesehen am 23. März im Schiffbau Zürich. Text: Elfriede Jelinek, Regie: Leonhard Koppelmann

Die Inszenierung beginnt im Foyer des Schiffbaus. Eine Schauspielerin spricht, schreit durch ein Megafon und verschwindet durch die Eingangstür nach draussen. Das Publikum soll ihr folgen. In der Tiefgarage stehen Fernseher, welche die Grabung von Gräbern in einem Film zeigen. Lautsprecher geben Reden auf Deutsch und Englisch wieder. Man geht weiter und wird in einen Aufzug gepfercht. Auf der inneren Laderampe des Schiffbaus sind 40 Sitzplätze montiert. Man ist dem Geschehen, auf der Bühne, welche von drei Seiten durch Zuschauende umrandet ist, sehr nahe. Man könnte beinahe die Spucke der Schauspielerin im Gesicht spüren. Sie kommt aus einer Holzkiste, bekleidet mit mehreren Jacken und Hosen, welche sie später fein säuberlich auf dem Boden verteilt. Ein Jelinek Stück – eine Unmenge an Text fliesst aus der Schauspielerin heraus. Nie langweilig, jede Silbe scheint auf eine andere Weise betont zu werden. Die Textmasse ermüdet nicht, ist angenehm. Allein das Thema lässt schwer schlucken: nackte Männer, die erschossen werden, zweiter Weltkrieg und ein brennendes Schloss.

http://www.schauspielhaus.ch/spielplan/stucke-a-z/255-rechnitz-br-der-wurgeengel

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Keller Schauspiel Vergangen

Es wird geprobt

Das Kollektiv Kitsch präsentiert Lessings Emilia Galotti – 3. und 4. Juni im Keller des Sägesser-Stöckli. Drei Schauspielerinnen, eine Regie und ein kleiner Raum. Man darf gespannt sein!

http://kitsch-theater.ch/

Gruss Kopie