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Frauenstamm – eine Erfolgsmodell

Abgedruckt im RotSPecht 02/2022

2019 wurde der erste Frauenstamm einberufen. Dies aus einem starken Bedürfnis heraus sich mit Kolleginnen und Vorkämpferinnen auszutauschen. In Langenthal fehlte eine weibliche, niederschwellige Vernetzung, eine Seilschaft, ein Auffangbecken. Schon am ersten Treffen kristallisierte sich heraus, dass das was Regelmässiges sein soll. Seitdem treffen wir uns jeden dritten Samstag im Monat. Den Wert des Frauenstamms beschreiben wir so:

«Für mich ist der Frauenstamm ein Begegnungsort mit tollen, interessanten Frauen.» D.B.

«Für mich als ältere Frau ist der Kontakt mit Jungen/Jüngeren sehr bereichernd.» V.S.

«Ich spüre eine gegenseitig grosse Verbundenheit der Herzen.» M.E.

«Für mich ist es auch sehr interessant aus dem Erfahrungsschatz der anderen Frauen zu hören. Es relativiert oft Ärger oder motiviert mich, erst recht zu kämpfen.» M.N.

«Der Wert des Frauenstamm ist der Frau-Raum, Identifikation, Inspiration, ähnliche Lebenskonzepte, Erfahrungsaustausch und Gewinn von älteren, weiseren Frauen, me-time, Raum für Visionen.» C.G.-S.

«Austausch unter Frauen – alt und jung, mit und ohne Kinder, voll oder teils berufstätig oder nicht (mehr) und/oder ehrenamtlich engagiert. Themen, Ideen, Sorgen und Ärger teilen. Politische Frauen- und Gleichstellungsthemen diskutieren. Inspiration. Empowerment.“ P.G.

„Es ist für mich sehr interessant zu erfahren, was Frauen im Leben bewegt und welche Erfahrungen gemacht werden. Für mich besteht so auch die Chance, dass wir gemeinsam etwas erreichen können.“ S.L.

„Ich finde der Frauenstamm macht Frauen Mut sich politisch zu engagieren.“ R.N.-L.

„Für mich ist der Frauenstamm eine Möglichkeit mit Frauen zusammen zu kommen, die ich sonst nicht einfach so treffen würde. Ich kann Beziehungen pflegen, mich vernetzen und bekomme neue Impulse und Anregungen.“ V.H.

„Schön immer wieder von neuem etwas zu lernen und auch selber einen Beitrag zu leisten!“ A.K.

„Diskutieren, lamentieren, philosophieren, plaudern, all dies öffnet Welten, hilft zu verstehen und gibt Kraft immer wieder aufs Neue sich für Gerechtigkeit stark zu machen.“ N.S.

Meist wird gezielt diskutiert. So war letztes Jahr beispielsweise die Grossmütterrevolution ein Thema. Diesen Frühling sprachen wir über die Ungleichbehandlung von Geflüchteten. Des Öfteren unterhalten wir uns über Sicherheit und unser individuelles Empfinden dazu. Kinderbetreuung und Familienfragen sind ebenso immer wieder auf dem Tisch. Und natürlich darf es auch einfach ein Schwatz unter Freund*innen sein.

Saima Linnea Sägesser, Fraktionspräsidentin SP-Grüne Langenthal