Berliner Theatertreffen

Gesehen

Letzte Woche war ich mit dem Institut für Theaterwissenschaft Bern in Berlin am Theatertreffen. Wir sahen:

John Gabriel Borkmann von Henrik Ibsen, Regie: Karin Henkel
http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/theatertreffen/tt15_programm/tt15_programm_gesamt/tt15_veranstaltungsdetail_123221.php

Das Fest nach dem gleichnamigen Film, Regie: Christopher Rüping
http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/theatertreffen/tt15_programm/tt15_programm_gesamt/tt15_veranstaltungsdetail_123285.php

Warten auf Godot von Samuel Beckett, Regie: Ivan Panteleev
http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/theatertreffen/tt15_programm/tt15_programm_gesamt/tt15_veranstaltungsdetail_123350.php

Die lächerliche Finsternis von Wolfram Lotz, Regie: Dušan David Parizek
http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/theatertreffen/tt15_programm/tt15_programm_gesamt/tt15_veranstaltungsdetail_123286.php

Common Ground von Yael Ronen und Ensemble, Regie: Yael Ronen
http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/theatertreffen/tt15_programm/tt15_programm_gesamt/tt15_veranstaltungsdetail_123351.php

Trinkä u Zeichnä

Keller

Zur selben Zeit an einem Ort mit anderen zusammen kreativ sein, aber am eigenen Werk arbeiten: dies fand am 20.05.15 unter der Veranstaltungsreihe Trinkä u Zeichnä im Keller des Sägesser-Stöcklis statt.

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Die Produkte von der Veranstaltung Trinkä u Zeichnä.

Die Produkte von der Veranstaltung Trinkä u Zeichnä. Oben: Saima, Unten: Nico, Valerié, Ka

Parteitag SP Kanton Bern

Senf

Am 9. Mai 2015 fand in Langenthal, von der SP Langenthal organisiert, der kantonale Parteitag statt. Mit viel Herzblut, Engagement und Energie haben viele Mitglieder dazu beigetragen aus diesem strukturell komplexen Anlass, einen wunderbar gestalteten Parteitag zu zaubern. Die SP Langenthal konnte dem Kanton zeigen, wie gut organisiert und durchdacht die Sektion funktioniert. Die gemeinsame Kommunikation lief hervorragend. Mit diesen Erinnerungen an den 9. Mai stürzt sich die Sektion aber natürlich gleich wieder in weitere, bevorstehende Anlässe, Vorstösse, Wahlen und in vieles mehr.
Im kommenden Herbst stehen die National -und Ständeratswahlen an. Es gilt die Linke zu verteidigen, wenn nicht sogar aufzustocken. Und im Herbst 2016 wir in Langenthal gewählt. Auch dafür steckt die Sektion der SP Langenthal schon in der Planungsphase.

Warum SP Wählen? „Weil die Entscheidungen von heute, die Lösungen von morgen sind!“
S. Sägesser

Zum 9. Mai:
http://www.sp-langenthal.ch/index.php?id=957
http://www.bernerzeitung.ch/region/kanton-bern/TelefonOffensive-gegen-duestere-Prognosen/story/20854193

Zu den Wahlen im Herbst 2015:
http://www.sp-ps.ch/de/kampagnen/wahlplattform-2015
https://www.ch.ch/de/wahlen2015/

Human Resources

Gesehen, Senf

Von und mit kraut_produktion & Theater HORA

Gesehen am 3.05.15 im Rahmen des Auawirleben Theaterfestivals im Tojo Theater Bern

Vier Schauspieler und Schauspielerinnen mit Beeinträchtigung und drei Schauspieler und Schauspielerinnen ohne Beeinträchtigung gaben sich ein Stelldichein. Das Stück behandelt menschliche Bedürfnisse, Verhaltensweisen und die Frage nach dem Menschen als Mittel, wobei Human Resources ins Deutsche übersetzt Personal bedeutet.

Bisher hat sich mir der Bezug vom Stück zum Titel noch nicht ganz erschlossen. Während der Vorstellung kursierte ein pinkes Sparschwein im Zuschauerraum. Der Zweck war, dass man etwas Geld einwerfen sollte, um den Schauspielern und Schauspielerinnen mit Beeinträchtigung etwas kaufen zu können, da diese keinen Lohn für die Aufführung erhalten würden. Hier könnte ein Bezug zum Titel bestehen. Was kostet Personal? Braucht es Personal? Ist ein Schauspieler oder eine Schauspielerin Personal? Wie definiert sich Personal?

Dramaturgisch erschliesst sich das Stück aber recht einfach. Szenen wechselten sich ab, welche wahrscheinlich von den jeweiligen Initiatoren selber gestaltet und erfunden wurden. So moderierte ein Schauspieler eine Datingshow, ein anderer, der berichtet er würde an der Hochschule der Künste Bern (HKB) dozieren, gestand seine Zuneigung zu einer Studentin und ein weiterer Schauspieler holte lange in der Performancegeschichte aus, während er seine Performance aufbaute.

Dies stellte für mich den Höhepunkt des Stücks dar. Mit voller Ernsthaftigkeit erzählte er von den Blut -und Fleischperformances, welche er und sein Freund in den 80er in Bern durchgeführt hätten. Wiener Aktionismus hätten sie nicht gekannt und dachten sie wären die ersten die mit Eingeweiden um sich warfen. Sie hätten noch eine Botschaft zu übermitteln, Kunst sei politisch gewesen, da habe man einfach noch gemacht ohne Bewilligungen und finanzielle Anträge zu stellen. Aber da man das ja heute nicht mehr könne, probiere er jetzt etwas Neues. Daraufhin schüttete er sich einen Kübel voller veganer Bratlingskrümel über den Kopf. Eine vegane Schüttung. Während der Rest vom Stück meist mit der Frage von menschlichen Bedürfnissen und allgemein dem Menschsein arbeitete, ging es bei der veganen Schüttung um viel mehr: Wozu sind Künstler da? Was dürfen Künstler noch? Wie erschafft man heute noch neue, inovative Kunstwerke? Im Anschluss an die vegane Schüttung trat der HKB Dozent nach vorne. Man sah ihm seine Ernüchterung und Enttäuschung an. In seinem Monolog handelte es schliesslich davon, dass all die Kulturschaffenden letztendlich für nichts seien. Man habe leider noch keinen Weg gefunden das Gen der Kulturschaffenden auszurotten. Daher sei es auch besser, dass er und seine Studentin keine Kinder bekämen, da es ohnehin wieder einen Kulturschaffenden geben würde. War dies die Moral des Stücks? Wozu die Künste? Daraufhin geht der Performer ab und kehrt später, nur mit einem Tanktop und goldig glitzernden Skyheels bekleidet, zurück. Es scheint, als wolle er ein letztes Mal im Rampenlicht stehen. Das Ende des Stücks verliert an Bedeutung. Meine Augen richteten sich nur noch auf den niedergeschlagenen, nackt entblössten, von Scham erfüllten Künstler.

http://auawirleben.ch/de/2015/programm/human-resources

b o n e r

Gesehen, Senf

Von und mit Iggy Malmborg

Gesehen am: 2.5.15 im Rahmen des Auawirleben Theaterfestivals, im Schlachthaustheater Bern

Ein jung aussehender Mann steht auf der Bühne. Er erklärt dem Publikum, welches den Zuschauerraum des Schlachthauses durch den Hintereingang betreten musste, also bereits über die Bühne gegangen ist, dass es während seiner Performance etwas zu tun hat und was er an diesem Abend vorhat. Die Zuschauer sollen bis zu einem gewissen Zeitpunkt Probleme, Dilemmas, Szenenideen etc. auf Papier schreiben, dieses verknüllen und auf die Bühne werfen. Später benutzte er diese Publikumsgedanken, um in einer begrenzten Zeitspanne Inszenierungskonzepte zu entwickeln.

Und so funktionierte sein ganzes Stück. Von einem Lautsprecher erhielt der Darsteller jeweils Aufträge, welche er auf der Bühne ausführen sollte. Diese Aufträge wechselten sich mit Wortmeldungen von Objekten ab, das heisst der Darsteller hielt jeweils einen weiteren, portablen Lautsprecher an diese Objekte dran. So erhielt beispielsweise der rote Feueralarmknopf auf der Bühne eine Stimme, welche aus dem Lautsprecher zu hören war. Er erzählte, wozu er da sei, was seine Bestimmung sei und falls er misslingen würde, in dem was er tun sollte, sei er „per Definition: Trash“.

Der Darsteller versuchte sich selbst ebenfalls als Objekt einzusetzen. Während den Aufträgen, welche er vom Lautsprecher erhielt, musste er unteranderem innerhalb einer gewissen Zeitspanne erröten, weinen oder eine Erektion bekommen.

In einem zweiten Teil des Stücks wiederholte er diese Aufträge. Hierzu hatte er nun aber Unterstützung von anderen Objekten. Er errötete, da er sehr rasch sehr viele Luftballons aufblasen musste, er weinte wegen Tigerbalsam unter den Augen und die Erektion wurde durch eine geschluckte Viagrapille begünstigt.

Während der Darsteller im ersten Stückteil in seinen Aktionen Niederlagen erleiden konnte, war der Erfolg der Aktionen im zweiten Teil garantiert. Dies aber nur, da er sich von anderen Objekten Unterstützung holte. Eine Botschaft an das menschliche Leben, an den ewigen Druck immer funktionieren und alles schaffen zu müssen.

http://auawirleben.ch/de/2015/programm/b-o-n-e-r

Wo ist die Liebe?

Senf
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«Wo ist die Liebe?» – meisterhaft illustriert, anrührend erzählt: Ein humorvolles Kinderbuch aus Estland erklärt das Wesen der Liebe

Der Schweizer BaltArt-Verlag gibt in seiner Baltischen Bibliothek Bücher aus dem Ostseeraum her- aus. Mit «Wo ist die Liebe?» veröffentlicht der Verlag ein zweites Kinderbuch aus Estland. Der deut- sche Diplomat Carsten Wilms hat das Buch (Originaltitel: «Kus on armastus?») aus dem Estnischen ins Deutsche übertragen.

Zum Buch:

«Aber wo ist eigentlich die Liebe, wenn man sie nicht fühlt? Ist sie lebendig? Welche Farbe hat sie? Was kann man mit ihr anfangen? Kann man sie berühren? Kann man sie verlieren?» Diese Fragen stellt die kleine Sahra ihrer Mutter. Im estnischen Kinderbuch «Wo ist die Liebe?» erfährt das Mäd- chen, was es mit der Liebe auf sich hat und dass man die Liebe hegen und pflegen muss, damit sie gedeiht.

Die farbenfrohen, humorvollen Scherenschnitt-Illustrationen von Kertu Sillaste und der klare, ein- fühlsame Text von Kätlin Vainola machen das Kinderbuch auch für Erwachsene zu einem Schmaus für Auge und Seele.
Das Buch eignet sich zum Vorlesen und Selberlesen und richtet sich an Menschen ab 3 Jahren. «Kus on armastus?» erhielt 2013 den ersten Preis beim bedeutendsten Kinderbuchwettbewerb Estlands, Põlvepikuraamat, und wurde 2014 mit dem Spezialpreis der Jury im Wettbewerb der schönsten estnischen Kinderbücher «für seine wunderbare Illustration» ausgezeichnet.

Die Autorinnen:

Kätlin Vainola wurde 1978 geboren. 2006 debütierte sie mit dem erfolgreichen Kin- derbuch «Ville», das von einem Jungen erzählt, der bei den Grosseltern lebt. An- schliessend folgten weitere Bücher für Kinder. Mit «Lift» (2013) sowie «Kus on ar- mastus?» (2014) war sie für den Kinderliteraturpreis der Stiftung Eesti Kultuurkapital nominiert. Sie lebt mit ihrem Mann, ihren beiden Kindern sowie einer Katze und einem Hund in Tallinn.

Kertu Sillaste (geboren 1973) begann ihre Karriere als Buchillustratorin 2008 für die estnische Kinderzeitschrift «Täheke». Seitdem hat sie sich mit der Gestaltung zahl- reicher Kinderbücher ein hohes Renommee in Estland erarbeitet. Zusammen mit ih- rer Schwester ist sie ausserdem Autorin eines estnischen Kochbuchs für Kinder. Sie wohnt mit ihrem Partner und den zwei Söhnen in Tallinn.

Das Buch kann direkt beim BaltArt-Verlag (info@baltart.ch) bestellt oder im Buchhandel bezogen werden. Mehr unter http://www.baltart.ch

Kätlin Vainola (Text) und Kertu Sillaste (Bilder)
Wo ist die Liebe?
Übersetzt aus dem Estnischen von Carsten Wilms
Baltische Bibliothek im BaltArt-Verlag – Band VII
BaltArt GmbH Switzerland, BaltArt-Verlag, Langenthal (Schweiz), 2015 http://www.baltart.ch

978-3-9523109-5-3

Preis: 15 CHF / 15 € (plus allfällige Versandkosten)
Die Publikation wurde von Eesti Kultuurkapital gefördert.

Alexander Jahn im Keller des Sägesser-Stöcklis

Keller

Alexander Jahn zeigte am Wochenende des 8. und 9. Mai 2015 in seiner ersten Einzelausstellung Skizzen von Menschen und Bauwerken. Gleichzeitig zeichnete er live vor Ort.

Die Ausstellung im Keller des Sägesser-Stöcklis stiess auf ein reges Publikumsinterresse. Viele neue und auch altbekannte Besucher_Innen kamen, verweilten, diskutierten und waren ob des alten Kellergewölbes begeistert.

Freitag 8.5.15

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Druckfrisch: «Bürger der Republik Finnland» von Elmer Diktonius

Senf

Elmer Diktonius ist einer bedeutendsten Autoren Finnlands. Mit «Bürger der Republik Finnland» publiziert der BaltArt-Verlag 6 Novellen des grossen finnlandschwedischen Modernisten.

Der BaltArt-Verlag gibt in seiner Baltischen Bibliothek Bücher aus dem Ostseeraum heraus. Erstmals veröffentlicht er nun ein Werk aus Finnland. Der teilweise in Tallinn lebende Berner Journalist, Historiker und Germanist Daniel Sägesser hat die Novellensammlung aus dem schwedischen Original übersetzt.

Zum Buch: Ja, das Leben ist ein Elend – und oftmals makaber. Schön sind die sechs Novellen denn auch nicht, die der finnlandschwedische Autor Elmer Diktonius 1935 unter dem Titel «Medborgare i republiken Finland» veröffentlichte. Vielmehr gehen die kurzen Texte unter die Haut, sowohl was Sprache und Inhalt als auch was ihre sozialkritische Intention betrifft. Nicht von ungefähr bezeichnet Diktonius dieses Werk als «Novelliade», was für die Einheit und Kompaktheit steht, die ihm innewohnen: Auch wenn die sechs Geschichten völlig unterschiedliche Existenzen und Schicksale schildern, so ist ihnen doch vieles gemeinsam: Die Figuren, ob Faschist, Verdingbub, als ewig Rote abgestempelte Mutter und Sohn, verrückter Armeleuteschuhmacher, Trinker oder Greis, sind alle Aussenseiter, ja Verlierer – aber eben auch finnische Staatsbürger, die Diktonius unerschrocken, einfühlsam und präzise beobachtend porträtiert, dabei tief in ihr Wesen eindringt, sie in ausserordentlichen, ja schicksalsträchtigen Situationen zeigt.
Auf wenigen Seiten breitet er so ganze Leben aus und demaskiert anhand dieser die vorherrschenden politischen und gesellschaftlichen Ungerechtigkeiten. Dabei bedient er sich einer durchweg deftig-ausdrucksstarken, ungeschminkten und variantenreichen Sprache und schafft damit Bilder von plastischer Drastik und einen Erzählfluss mit atemberaubendem Sog.

Die finnisch-schweizerischen Kulturpersönlichkeit Leena Maissen-Visapää, hat hat das Nachwort zu dieser Ausgabe verfasst.

Der Autor: Der finnlandschwedische Dichter und Komponist Elmer Rafael Diktonius wurde 1896 in Helsinki geboren und verstarb 1961 in Sipoo (Finnland). Er alterte früh, seine späteren Lebensjahre waren von Alkoholismus begleitet, auch erkrankte er an Alzheimer. Diktonius gilt – auf derselben Stufe wie Edith Södergranstehend – als einer der bedeutendsten Vertreter des finnlandschwedischen Modernismus. Er war zweisprachig, schrieb sowohl auf Schwedisch als auch auf Finnisch und liess jeweils Elemente der einen Sprache in die in der anderen Sprache verfassten Texte einfliessen.
Aus der Feder des Avantgardisten stammen elf Gedichtsammlungen, der Roman «Janne Kubik» (1932) sowie zwei Novellenbände mit dem Titel «Medborgare i republiken Finland». Der erste erschien 1935 und liegt hier erstmals in deutscher Übersetzung vor. Der zweite wurde 1940 veröffentlicht.
Diktonius war Sozialist, revolutionär ist auch sein schriftstellerisches Werk, geprägt von expressionistischem Geist und der Intention, die bürgerlichen ästhetischen Konventionen sowohl sprachlich als auch thematisch zu durchbrechen. Der Autor beeindruckt mit einer immensen Wortmächtigkeit und virtuosen Sprachschöpfung, wobei er oft auf die Kraft der gesprochenen Sprache setzt.
Er trat auch als Übersetzer, Kritiker und Mitherausgeber der Zeitschriften «Ultra» und «Quosego» her- vor, welche den finnlandschwedischen Modernisten eine bedeutende Plattform boten.
In jüngeren Jahren war Diktonius mit dem späteren sowjetischen Politbüromitglied Otto Ville Kuusinen befreundet.
Als Bertolt Brecht 1940/41 im Exil in Finnland weilte, gehörte Elmer Diktonius zusammen mit Hella Wuolijoki, Olavi Paavolainen und anderen zu dessen Freundeskreis.

Bertolt Brecht über Elmer Diktonius:
«DIKTONIUS, der finnische horaz, holt mich ab in eine bierstube, er ist kurzleibig und vierschrötig, wie mit der axt aus einer eichenwurzel gehauen, sein eigenes wandelndes monument. er hat eine kleine staatspension und lebt von zeitungsartikeln. stets bringt er etwas mit, wenn er kommt, eine zigarre oder süßigkeiten für barbara. er lacht gern und macht gern kleine bösartige, aber humoristische bemerkungen, knapp und gut geformte. im ganzen könnte er ein seekapitän sein.»
Bertolt Brecht, 30. 6. 1940
Arbeitsjournal, 1938 bis 1942

Das Buch kann direkt beim BaltArt-Verlag (info@baltart.ch) bestellt oder im Buchhandel bezogen werden.

Elmer Diktonius
Bürger der Republik Finnland
Novelliade
Übersetzt aus dem Schwedischen von Daniel Sägesser
Baltische Bibliothek im BaltArt-Verlag – Band VI
II
BaltArt GmbH Switzerland, BaltArt-Verlag, Langenthal (Schweiz), 2015

978-3-9523109-9-1 

Preis: 15 CHF / 15 € (plus allfällige Versandkosten)

Die Übersetzung und Publikation dieses Buchs wurde durch
FILI Finnish Literature Exchange gefördert.

Linsentätschli

Essen
  1. 2 handvoll Rote Linsen 5 Minuten in Bouillon kochen. Dann abschütten und gut abtropfen lassen.
  2. Linsen als 2/3 betrachten, da 1/3 Ruchmehl hinzugeben. Die Mischung mit Garam Masala, Curry und Paprikapulver würzen und gut vermengen.
  3. Aus der Linsenmasse von Hand 3 Tätschli formen und auf ein mit Backpapier belegtes Ofengitter legen.
  4. Bevor die Tätschli im Ofen bei 220° ca. 15 Minuten gebacken werden, diese mit etwas Sonnenblumenöl bestreichen. Diesen Schritt kurz vor dem Herausnehmen wiederholen.
  5. Dazu passt: Salat, Hüttenkäse, Oliven, Guacamole, Tomatenrahmsauce u.v.m.

1. Mai Seedballs – Urban Guerilla Gardening

Senf

Wie in allen Jahren, führten wir auch 2015 in Langenthal eine schöne 1. Mai-Feier durch. Trotz des heftigen und ununterbrochenen Regens kamen viele Leute – SPler, Grüne, Jusoler, Gewerkschaftler, Sympathisanten und viele mehr. Man konnte sich verköstigen lassen, reichlich Bier trinken, linken Chorgesängen lauschen und zu Salsamusik die Hüfte schwingen. Dieses Jahr boten wir zudem einen Stand an, an dem sogenannte Seedballs gebastelt werden konnten. Dies sind kleine Kugeln aus Erde und Ton, welche Pflanzensamen enthalten. Andernorts wird zum 1. Mai mit Pflastersteinen geworfen, aber in Langenthal werfen wir mit Samenbomben.

SeedbalsAnleitung:
500g Ton, 500g Erde, 5g Samen vermischen und walnussgrosse Kugeln formen. Sich ein öffentliches Plätzchen suchen, an dem die Pflänzchen gedeihen können. Mit einer eleganten und schwungvollen Bewegung deine Samenbome werfen und evtl. ab und zu giessen. So gestaltest du die Stadt nach deinem Gutdünken und gibst der Natur etwas Überhand zurück.

Überbackener Chicorée

Essen
  1. 4 Chicorée halbieren und ca. 5 Minuten in kochendem Salzwasser garen.
  2. 1 Knoblauchzehe in eine kleinere Pfanne pressen und im Olivenöl kurz andünsten. Mit einer Dose Tomaten ablöschen, umrühren. 2 dl Rahm hinzugeben und gut verrühren. Salz, Pfeffer und getrocknete Provoncale Gewürze beigeben.
  3. Chicorée gut abtropfen und in eine geölte Auflaufform legen.
  4. Unter die Tomaten-Rahm Sauce etwas geriebenen Käse heben. Kurz rühren und anschliessend über das Gemüse geben.
  5. Noch etwas Käse über die Sauce streuen und den Chicorée nun 15 Minuten bei 220° im Umluftofen backen.